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Forst: Haus ist verkauft

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Viele Kinder spielten nach dem Krieg in der R.-Wagner-Straße

R.-Wagner-Straße 32 gehört jetzt der Stadt
Britt Wahnberger schreibt: „Als gelegentliche Wochenend-Besucherin meiner Geburtsstadt habe ich mich sehr gefreut, ein Foto aus meiner Kindheit zu entdecken. Das Rätselfoto zeigt die Richard-Wagner-Str. 32. In dieser Straße bin auch ich aufgewachsen und habe dort gemeinsam mit einer ganzen Horde Nachbarskinder eine schöne Kindheit verbracht. Das Kind auf dem Tretauto (um das es glühend beneidet wurde) dürfte mein damaliger Spielkamerad Torsten Mettke sein. Meine Mutter vermutet, dass ich das Mädchen daneben bin.
Das Haus im Vordergrund hieß bei uns „Lehmanns Haus“. Inzwischen ist es saniert und es wohnen vielleicht zwei Kinder darin. In den 60er-Jahren waren es sieben Mietparteien mit zwölf Kindern. Das hintere Haus mit dem Balkon („Klosses Haus“) wurde vor ein paar Jahren abgerissen, weil es leer stand und baufällig wurde. Dahinter befand sich das Gelände der Stadtwirtschaft und das war (natürlich verbotenerweise) unser Abenteuerspielplatz. Der Zaun war kein Hindernis und wir spielten auf der Schwarzen Jule, die dort lange stand, den Streusand-Bergen und den großen Teer-Behältern. Gegenüber befindet sich der „Schutt“, auf den in den 70er-Jahren der Abriss der alten Häuser der Berliner Straße gefahren wurde, und der heute ein Dschungel aus Sträuchern und Unkraut ist.“
Anita Müller sagt: „Dort, wo die Kinder spielen, befindet sich das Haus Nummer 32, daneben das Grundstück mit dem Zaun war die 34 gewesen, das letzte Haus ist die Nummer 36 vom Fabrikant Kloß. Dieses Haus gehörte zuletzt der Tochter und wurde erst in den letzten Jahren abgerissen. Auf dem Dreirad ist mein Sohn Torsten zu sehen. Das Dreirad hat ihm mein Vater geschenkt. Mein Sohn ist am 13. Mai 2002 auf der Autobahn tödlich verunglückt. An dieses traurige Schicksal hat mich das Bild erinnert.“
Siglinde Hamann schreibt: „Das Bild ist in der Richard-Wagner-Straße. Da fahre ich jeden Tag seit dreißig Jahren in meinen Garten. Das letzte Haus wurde vor sechs bis sieben Jahren abgerissen. Da ist jetzt ein Parkplatz für die Einwohner des vorherigen Hauses. Das wurde wieder schön renoviert. Zu früheren Zeiten müsste dort mal eine Schneiderei drin gewesen sein.“
Renate Schmidt schreibt: „Auf dem Bild ist die Richard-Wagner-Straße zu sehen. Das erste Haus ist die Richard Wagnerstraße Nummer 32. Es ist das Haus meines Großvaters, der es 1912 oder 1918 gekauft hat. Bis nach 1945 war es im Besitz der Großeltern. Danach hat es mein Vater übernommen und später ich selbst. Jetzt habe ich das Haus an die Stadt veräußert.
Die ersten zwei Fenster waren das Wohnzimmer und das danach die Küche. Dann kamen die Haustür und eine große Toreinfahrt. Die Mieten damals waren sehr günstig, für die Wohnstube und die Küche 12,50 Mark. Es gab auch noch ein Hinterhaus, welches jedoch weggerissen wurde. Das Haus Nummer 32 wurde dann später renoviert. Dort bei dem Zaun war ein Lebensmittelgeschäft von Koall. Das Haus dahinter gehörte Johannes Kloß. Er war Besitzer einer Tuchfabrik. In dem Gebiet sind auch noch Gartenanlagen. 50 bis 60 Meter weiter entfernt war die Stadtbahn. Nach 1945 wurden die ganzen Trümmer entsorgt und zu Bergen zusammengeräumt. Mein Nachbar hat anscheinend das Bild gemacht. Er wohnt in der Nummer 30“.
Franz-Albert-Otto griff zum Telefon und sagt: „Rechts im Hintergrund ist noch der Schutt aus Kriegszeiten zu sehen, der hier gelagert wurde.“
Brigitte Kleinert schreibt: „Gegenüber waren Gärten. Mein Opa hatte dort auch einen Garten. Links neben den Gärten war eine Schutthalde. Mit dem Haus Nr. 36 verbindet mich sehr viel. Meine Oma und Opa wohnten dort im Haus der Familie Kloß. Einen Großteil meiner Schulferien verbrachte ich dort.“

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