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Forst: Wo die Pfannkuchen lockten

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Leckere Pfannkuchen gab es einst am Lindenplatz in Forst zu speisen

Puhlschneider war einst Stammlokal für die Feuerwehr:
Manfred Meier schreibt: „Wer das im letzten Boten abgebildete Gebäude in natura gesehen hat, der muss vor 1945 geboren worden sein, denn den Krieg hat es nicht überstanden. Ich habe meine Erkenntnisse von einem guten Bekannten, der damals in der Nähe wohnte. Die Gaststätte Puhlschneider (im Volksmund „Puhle“ genannt), befand sich am Lindenplatz und nicht in der Lindenstraße. An dieser Stelle steht heute ein Neubaublock der FWG, links daneben hat die Stadtverwaltung ihren Sitz (vormals Krankenkasse Barmer). Bevor diese nach der Wende erfolgte Neubebauung in Angriff genommen wurde, war dort einst die gewerbliche Handelsschule und dahinter eine Mädchenschule, diese allerdings noch in den Vorkriegszeiten. Wenn man das Gebäude der Gaststätte
Puhlschneider (übrigens davor „Zum kleinen Schulzen“ genannt) durchquerte, kam man auf der Rückseite in ein Gartenlokal. Die Grünanlage an dieser Stelle deutet es heute immer noch an. Für die nahegelegene Feuerwehr war es ein Stammlokal, wo so mancher „Brand“ gelöscht wurde. Rechts neben Puhlschneider ist das Eckhaus zur Promenade immer noch erhalten, leider unbewohnt. Es beherbergte bis vor einigen Jahren eine Fleischerei und zeitweilig auch mal Produktionsräume der Volkseigenen Handelorganisation (HO).
Dort wohnte vorübergehend der Schöpfer der stilisierten Forster Rose, Reinhard Richter. Zu dem Sämereigeschäft kann ich mich nicht äußern.“
Renate Müller griff am Montag gleich zum Telefon. Den ganzen Sonntagnachmittag hat sie sich mit ihrer älteren Schwester Edith Behrendt über dieses Haus unterhalten. Schließlich weckte dieses Foto Kindheitserinnerungen. So erinnert sich Renate
Müller daran, dass es hier leckere Pfannkuchen gab. Sie selbst wohnte damals in der Pförtnerstraße und hatte es so nicht weit. Die Einkehr hier am Sonntag hat sie in bester Erinnerung. „Wir fühlten uns sehr wohl hier“, sagt sie. Hinter der Gaststätte befand sich ein Hof, auf dem die Kinder spielen konnten. Die Männer kegelten hier.“
Thomas Methe schreibt: „Hier ist die Gaststätte Puhlschneider zu sehen. Die Gaststätte führte einst Alfred Puhlschneider und sie war am Lindenplatz, unweit der Gerberstaße, sie war eine gut besuchte Gaststätte und vor allem auch als Gartenlokal Alfred Puhlschneider am Lindenplatz bekannt. Am Lindenplatz war ja unter anderem Publikumsverkehr, da er auch einmal als Marktplatz genutzt wurde. Auch einst am Lindenplatz gab es zu früheren Zeiten einmal das Schlossrestaurant zum Gehängten.
Gewonnen hat Renate Müller
Herzlichen Glückwunsch!

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