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Spremberg: Bauernhaus zog ins Spremberger Schloss

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Das alte Bauernhaus zog ins Spremberger Schloss

In dieser Woche lässt uns Ronny Zulk an seinen Erinnerungen zu dem Haus auf Rädern teilhaben: „Das Haus stammt aus der Dorfstraße 2 in Groß Buckow. Es wurde in den 80er Jahren dem Heimatmuseum übergeben, weil der Ort damals abgebaggert wurde. Es befand sich einst auf dem Grundstück meines Opas, Arno Hecker. Noch heute erinnere ich mich an die rustikalen Balken und die kleinen Türen im Inneren. Gern habe ich dort gespielt. Gewohnt hat in dem Haus Frau Apelt. Wie das Foto zeigt, wurde das Haus von der Gartenstraße, dem Standort des alten Heimatmuseums, hin zum Spremberger Schloss umgesetzt.“
Eva Kucher weiß, dass das besagt Haus „ein sorbisches Bauernhaus aus Groß Buckow ist. Im März 1986 wurde Bauernhaus von Groß Buckow auf dem Hof des Heimatmuseums in der Gartenstraße in Spremberg eingeweiht. Es war damals fast 200 Jahre alt und das elterliche Haus von Arno Hecker. Später erfolgte der Umzug des Museums in das Schloss Spremberg und so ging das Haus auf Reisen.“ Mehrere Leser erkannten das Haus in der Gartenstraße, so auch Gisela Mildner. Helga Reichstein fügte dem hinzu: „Der Kreistag beschloss den Umzug ins Schloss. Dort fand dann am 30. November 1997 die erste Ausstellungseröffnung statt.“
„Es war damals ein aufregendes Ereignis, als bekannt wurde, dass ein komplettes Haus umgesetzt werden sollte. Groß Buckow wurde in den 80er Jahren durch den Tagebau abgebaggert und man wollte das Haus als ein originales Erinnerungsstück erhalten. Das alte wendische Heidebauernhaus wurde circa 1780 errichtet und bis 1940 als Auszugshaus genutzt. In mühevoller Kleinarbeit erfolgte über zwei Jahre die Umsetzung des Wohnstallhauses. Um den Originalzustand zu erhalten, wurden Teile vor der Demontage besonders gekennzeichnet. Diese Einzelteile wurden später wieder zusammengefügt.
Am 15. April 1986 konnte die Öffentlichkeit dieses Bauernhaus besichtigen. 1997 fand ein erneuter Umzug ins Spremberger Schloss statt. An einem Samstag (28. Novenmber) erfolgte der gut vorbereitete zwei Kilometer lange Transport des kompletten Hauses,“ erinnert Manfred Gnida.

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