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Spremberg: LKW ‘K 27’

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Der LKW ‘K 27’ stammt aus dem Zittauer Fahrzeugwerk

Diesmal haben wir nur sehr wenige Zuschriften erhalten.
Manfred Gnida wusste aber gut Bescheid: „Der abgebildete LKW wurde in einem Werk hergestellt, deren Firmengeschichte bis in das Jahr 1888 zurückgeht. Unter dem Namen Karl Gustav Hiller war die Zittauer Firma anfangs bekannt. Es erfolgte die Produktion von Fahrrädern, welche ab 1894 als Phänomen-Rover einen Namen hatten. Ab 1900 begann man mit der Herstellung von Motorrädern. 1905 wurde schon ein Dreiradfahrzeug in Serie hergestellt, das sogenannte Phänomobil. Die gestiegene Nachfrage nach leistungsfähigen Tranportfahrzeugen stellte ‘Phänomen’ vor neue Aufgaben und 1927 ging der LKW 4RL in die Produktion. Nach dem II. Weltkrieg wurden im Werk Kfz-reparaturen und der Bau von stationären Motoren, hauptsächlich für die Rote Armee, getätigt. Es erfolgte die Enteignung der Firmeninhaber und ab 1946 war der Werksname ‘Phänomen-Werke Zittau’ und ab 1948 IFA Vereinigte Volkseigene Fahrzeugwerke. 1950 wurde der erste GRANIT 32 ausgeliefert. 1956 verlor Phänomen seinen Firmennamen und es hieß VEB Robur-Werke. Die Produktion des ‘Garant’ wurde ab 1961 schrittweise eingestellt. Der abgebildete LKW in der Heinrichstraße könnte ein Granit 27 sein.“
Dieter Herrmann ergänzte dazu: „Der LKW gehört zur Baureihe ‘K 27’, zweifelsfrei erkennbar durch seine markante Motorhaubenabdeckung. Die beidseitig angebrachten Seitenverkleidungen waren mittig nach oben aufklappbar. Es waren Otto- oder Dieselmotoren als Antrieb darunter.“
Auch Helga Reichstein wusste die richtige Lösung.

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