
Die nachfolgende Geschichte fügte es, dass beide Lausitzer Pücklerparks, der in Bad Muskau wie der in Branitz, direkten Gleisanschluss haben. Und der Fürst, an Geselligkeit und Beachtung immer höchst interessiert, wäre wohl froh darüber.
Während es bei der Cottbuser Parkbahn schon längst eine Endstation „Schloss und Park Branitz“ gibt, war die Schwesterbahn bislang noch nicht ganz ans UNESCO-Revier herangelangt. Das hat sich gestern geändert: Die Muskauer Waldeisenbahn hat ihr Gleis bis in den Badpark verlängert, und die dortige Stiftung hat das Ereignis mit viel Publikum zünftig gefeiert. „Zwei Denkmale finden zusammen“ hieß das Frohlocken in Sachsen, denn dort sind nicht nur Häuser und Parke offizielle Denkmale, sondern auch das rollende Erbe auf Schienen. Gern würden die Muskauer sogar Deutschlands älteste 600-Millimeter-Schlepptender-Dampflok haben und restaurieren. Die steht aber in Cottbus und wird behütet wie ein Schatz – obwohl brandenburgisches Denkmalgesetz bewegliche Objekte nicht anerkennt. Schade. Vielleicht könnte „Graf Arnim“, so der Name dieser Lok, Branitz beim Erreichen der UNESCO-Anerkennung helfen. Von Sachsen lernen, hieße dann siegen lernen.
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