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Rücktritt vor Antritt

H_kommentar_wpEine „spannende Uni“ wollte der Wirtschaftswissenschaftler aus Bremen hier in der Lausitz schaffen und nach fünf Jahren zeigen, dass aus einem ungleichen Paar etwas neues Ganzes werden könnte. Sehr weit hat sich Jochen Zimmermann damit noch nicht aus einem Fenster gelehnt, von dem er noch nicht wusste, ob es seines sein würde. Der Wind der Potsdamer Wissenschaftspolitik hat dieses Fenster nun zugeschlagen. Zimmermann bleibt, wie es scheint, in der Freien Hansestadt. Noch vor seinem Amtsantritt am 1. Juni erklärte er diese Woche seinen Rücktritt. Das allerletzte Wort steht noch aus. Aber der Kandidat kann nach diesem bundesweit kommentierten neuerlichen Affront keine zweite Kehrtwende riskieren.
Vorläufig wird spekuliert über die Gründe dieses Rückzugs. Immerhin hatte der Wirtschaftswissenschafts-Dekan im Februar schnell die Mehrheit des Senats der BTU und dann auch den Rückhalt im Ministerium gefunden. Am Gehalt dürfte die Absage nicht festzumachen sein, viel eher an den Kompetenzen, vielleicht auch Mitteln, die sich ein Gründungspräsident eines so waghalsigen Konstrukts sichern müsste.
Für die Uni bleibt der Zustand der Vorläufigkeit erhalten. Sie kann ihren Betrieb aufrecht erhalten, viel mehr aber nicht. Bereits zum letzten Semesterbeginn wurde sie in der Studentenwahl abgestraft, die Wissenschaftsprojekte und Berufungen bleiben in der Schwebe.
Sicher scheint: Ministerin Kunsts Verhandlungsgeschick und Toleranzfähigkeit scheinen nicht auszureichen, um eine Universitätsgründung zu stemmen. Die Parteilose  bleibt im Roten Fahrwasser von Platzecks Pleiten, Pech und Pannen.       .

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