
Neues Fast-Track-Konzept ermöglicht Patienten frühere Rückkehr nach Hause.
Spremberg/Cottbus (MB). Seit dem 9. Juli können im Krankenhaus Spremberg ambulante Operationen von Hüft- und Knieprothesen durchgeführt werden. Möglich wird das durch eine neue Kooperation mit der Orthopaedicon GmbH, die das Leistungsspektrum der unfallchirurgischen Abteilung erweitert. „Eine ambulante Prothesenoperation bedeutet, dass die Patienten am Folgetag der Operation nach Hause entlassen werden, anstatt wie bisher üblich sechs Tage in der Klinik zu bleiben“, erklärt Dr. med. Martin Zoepp, Facharzt für Orthopädie und Geschäftsführer der Orthopaedicon Management GmbH.
Grundlage ist das sogenannte Fast-Track-Konzept – eine speziell abgestimmte Versorgung mit intensiver Vorbereitung und engmaschiger Nachbetreuung. „Wir freuen uns sehr, diese Behandlungsmöglichkeit ab 9.7. in unserem Haus anbieten zu können. Der mit dem Orthopädischen Praxiszentrum Thiemstraße Cottbus geschlossene Kooperationsvertrag ermöglicht ein Vorgehen, welches einmalig in der Lausitz ist“, betont Tobias Grundmann, Geschäftsführer der Spremberger Krankenhausgesellschaft mbH. Zoepp führt die Eingriffe mit modernen, minimalinvasiven Methoden durch. „Zum Glück sind die Implantationen von Hüft- und Knieprothesen heute standardisierte Routineeingriffe. Aktive Patienten, die zuhause Unterstützung haben, können bereits am Tag nach der Operation nach Hause und sich dort weiterbehandeln lassen.“
Die Vorbereitung erfolgt im Praxiszentrum in Cottbus. Dort erhalten Patienten ein individuelles Training, Labor-Check-ups, Medikamentenpläne und eine physiotherapeutische Gangschulung. Auch das häusliche Umfeld wird, falls nötig, angepasst. Zudem werden Begleitpersonen in die Abläufe einbezogen. Ein digitales Case Management sorgt für die Organisation der Nachsorge und Reha. Unterstützt wird der Prozess durch die MyMobility-App, die Informationen bündelt, den Kontakt zum Team ermöglicht und per SMS an Termine erinnert.
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