Fahren im Winter: Tipps für sicheres Fahren bei Schnee und Eis.
Region (MB). Ob auf dem Weg zur Arbeit, zum Einkauf oder zum Familienbesuch: Autofahren im Winter wird schnell zur Herausforderung. Glatte Straßen, Schneefall und schlechte Sicht erfordern erhöhte Aufmerksamkeit und gute Vorbereitung. Peter Schnitzler, Kfz-Experte von ERGO, erklärt, wie sich Risiken deutlich reduzieren lassen.
An erster Stelle stehen Winterreifen mit ausreichender Profiltiefe und korrektem Luftdruck, denn nur so ist auf Eis und Schnee genügend Haftung gewährleistet. Ebenso wichtig sind regelmäßige Kontrollen von Flüssigkeiten, Bremsen, Beleuchtung und Scheibenwischern. Auch die Scheinwerfer sollten sauber und richtig eingestellt sein. Für sehr winterliche Bedingungen gehören Schneeketten ins Auto. Eine geladene Powerbank und ein Starthilfekabel können im Notfall helfen.
Gerade im Winter spielt zudem die Batterie eine große Rolle – auch bei E-Autos. Niedrige Temperaturen verringern die Reichweite, da der Akku weniger Leistung bringt und Heizung oder Sitzwärme zusätzlichen Strom verbrauchen. Gleichmäßiges Fahren, moderates Tempo und sparsames Heizen senken den Verbrauch. Wer Strecke und Ladestopps plant, ist entspannter unterwegs.
Für freie Sicht müssen alle Scheiben vollständig von Eis und Schnee befreit sein – ein kleines Guckloch reicht nicht. Auch Spiegel, Dach und Scheinwerfer sollten sauber sein. Enteiserspray, Eiskratzer sowie Frostschutz im Wischwasser erleichtern die Arbeit, Antibeschlagmittel beugen Kondensation vor. Bei starkem Schneefall empfiehlt es sich, das Fahrzeug zwischendurch zu reinigen.
Auf vereisten oder schneebedeckten Straßen gilt: Tempo reduzieren, größere Abstände halten und längere Bremswege einplanen. E-Autofahrer können Winter- oder Eco-Modus nutzen, um sanfter zu beschleunigen; eine niedrige Rekuperation verhindert Rutschen. Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor fahren am besten mit niedriger Drehzahl im höheren Gang an. Vorausschauendes, ruhiges Lenken und Bremsen sorgt für Stabilität. Elektronische Systeme wie ABS und ESP unterstützen, ersetzen aber keine Vorsicht. Gerät das Auto ins Schleudern, vom Gas gehen, auskuppeln oder auf Neutral schalten, behutsam bremsen und gegenlenken. Unnötige Überholmanöver vermeiden und mehr Zeit einplanen – im Zweifel bleibt das Auto besser stehen.
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