Fraktionen einig: Asylbewerber besser gleich in Wohnungen unterbringen:
Spremberg (mk). Bei der Aufnahme von Flüchtlingen, so der Landrat Harald Altekrüger, gelangen die beiden Übergangsheime in Forst mit 264 Plätzen an ihre Kapazitätsgrenzen. Nun sollen im kommenden Jahr 120 Flüchtlinge in einem Spremberger Heim übergangsweise untergebracht werden. Denn wie der Landrat beteuert, hält der Kreis an einer dezentralen Unterbringung fest. Die Spremberger Stadtverordneten wehrten sich am Mittwoch fraktionsübergreifend gegen ein solches Heim. Mit Blick auf eine bessere Integration und vielen leerstehenden Wohnungen in der Stadt, verstehen sie nicht, warum die Flüchtlinge nicht gleich in Wohnungen untergebracht werden können. Die Stadtverordneten regten an, das Geld für den Bau eines solchen Heimes, das im kommenden Jahr fertig sein muss, lieber in bezugsfertige Wohnungen zu investieren. Im Raum stand auch die Frage, wie eine mögliche Übergangsunterkunft gesichert werden soll.
Ziel ist es, Flüchtlingen so schnell wie möglich ein selbstständiges Leben zu ermöglichen. Im „Zwischenparken“ der Menschen in einem Heim sehen die Stadtverordneten keinen Nutzen.
