„Sprühende Funken“ überraschten im 7. Konzert.
Cottbus (hnr.) Neben Ludwig van Beethovens Sinfonie Nr. 7 A-Dur op. 92, brilliant dargeboten vom Philharmonischen Orchester des Staatstheaters unter Leitung von Mark Rohde, GMD des Main-Franken-Theaters Würzburg, sprühten im 7. Philharmonischen Konzert letzten Freitag „musikalische Funken“ sonst weniger gespielter Komponistinnen, deren Werke das Publikum begeisterten. Von der Kroatin Dora Pejacevic (1885-1923) war das spätromantische Konzert für Klavier und Orchester g-Moll op 33 in drei Sätzen zu hören, am Piano der als erfolgreicher Interpret selten gespielter Musik berühmt gewordene Pianist Oliver Triendl.
Das Werk gefiel, noch mehr aber die beglückende Zugabe, mit der sich Oliver Triendl und Konzertmeister und Grünebaumpreisträger Chuanru He für den Beifall gemeinsam bedankten: Sie boten das romantische Stück für Piano und Violine Notturno op 48 von Emilie Mayer, und stürmischer Beifall und Bravo-Rufe dankten für die in dieser Art hier noch nicht erlebte Zugabe. Mit der Mecklenburger Komponistin Emilie Mayer (1812-1883) hatte sich das Publikum schon angefreundet. Ihre Faust-Ouvertüre op 46, ganz im Beethovenschen Gestus, stand am Anfang dieses Konzertprogramms – ein Werk, das in nur einem einzigen Satz hinreißend den Gedanken der Faust-Figur nachspürt.
„Sprühende Funken“ gestaltete sich zu einem vollkommen gelungenen Musikerlebnis.
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