
Region (MB) Kommende Woche, am 13. Oktober, feiert die wissenschaftliche Welt den 200. Geburtstag des berühmten Berliner Pathologen und Anthropologen Prof. Rudolf Virchow. International weniger bekannt war bislang, dass Virchow der Lausitz, aber auch Wissenschaftlern im Kaukasus, die Fenster in die Vorzeit geöffnet hat. Er grub an verschiedenen Orten der Niederlausitz, darunter auch am Burger Schlossberg im Spreewald, Artefakte früherer Kulturen aus und definierte die „Lausitzer Kultur“.
Dieses „Hobby“-Lebenswerk des umtriebigen Universalgelehrten würdigt die Slawenburg ab Sonntag in einer angemessenen Sonderausstellung. Die Eröffnung beginnt um 11 Uhr. Nach einem kurzen Vortragsprogramm gibt es Live-Musik zur Geburtstags-Vorfeier. Interessenten sind herzlich in die Slawenburg eingeladen, wo reichlich kostenfreie Parkplätze zur Verfügung stehen. Erwartet werden auch Georgische Gäste, weil Virchow im Kaukasus forschte. Bereichsleiter Jens Lipsdorf: „Das berühmte Bild mit Virchow und Ilja Tschawtschawadse ist auf dem Weg.“ Das Gemälde, das bereits im NIEDERLAUSITZ-Jahrbuch vorgestellt wurde, zeigt Virchow in Gesellschaft seiner georgischen Gastgeber.
Über das Lebenswerk Virchows
hat im Jahrbuch Nr. 5 der Spremberger Prof. Dr. Dr. Ingo Wirth geschrieben, Experte für gerichtliche Medizin und Hochschuldozent i.R. für Kriminalistik und forensische Medizin.
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