
Schwarze Pumpe (MB/sr). „Auf Kohle geboren.“ Die Redewendung, die aus LEAG-Bergbauvorstand Philipp Nellessens Heimat in NRW stammt, übertrug er am Montagabend, 05.12.2022, zur traditionellen Barbarafeier des Unternehmens in der Schienenfahrzeughalle im Industriepark Schwarze Pumpe auch auf die Lausitz und stellt die Bedeutung der Braunkohle für die Region hervor – historisch aber auch für die Zukunft. Denn die Kohle sei es auch, die zukünftig die Transformation zur klimaneutralen Energie der LEAG ermögliche.
Mit der Barbara-Feier ehren die Bergleute traditionell zum Jahresende ihre Schutzpatronin, die Heilige Barbara. Die offizielle Feiern der LEAG fand in diesem Jahr auch zeitgleich an den anderen Kraftwerksstandorten in Jänschwalde, Boxberg und Lippendorf bei Leipzig statt. Im Mittelpunkt stand der Dank an die Bergleute und Kraftwerker, die auch in der krisenreichen Zeit – Corona, Ukraine-Krieg und Gerichtsverfahren gegen das Kraftwerk Jänschwalde – für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung gesorgt haben.
Die LEAG blickt durchaus positiv gestimmt in die Zukunft. Das Unternehmen möchte bis 2030 das größte Zentrum für erneuerbarer Energien in der Lausitz aufbauen. Mit einer Leistung von sieben Gigawatt könnten in Zukunft so rechnerisch vier Millionen Haushalte sicher mit ökologischem Strom versorgt werden.
Ministerpräsident Dietmar Woidke versprach den Bergleuten erneut einen „Wandel mit Augenmaß“: „Für mich ist klar, dass wir erst neue Arbeitsplätze und Perspektiven schaffen, bevor wir die Tagebaue endgültig schließen. Wir sind auf dem richtigen Weg. Unser Lausitzprogramm 2038 ist eine sehr gute Grundlage, damit wir Vorbild werden für den notwendigen Strukturwandel in den mehr als 40 Kohlerevieren der Europäischen Union.“
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