
Roadshow “Chefin im Handwerk“ eröffnet
Cottbus (cm). „Wenn Frauen ein Unternehmen gründen, dann nehmen sie sich mehr Zeit, sind vorsichtiger als Männer und gehen oft kritischer mit sich selbst um“, sagte Diana Golze. „Was manchmal ein wenig fehlt, ist der Mut, sich in der Öffentlichkeit zu präsentieren.“ Die brandenburgische Arbeitsministerin eröffnete am Donnerstag im Gründungszentrum Zukunft Lausitz darum mit besonderer Freude die Roadshow „Meine Zukunft: Chefin im Handwerk“. Portraitiert werden sechs Frauen, die den Schritt gewagt haben, sich in einem handwerklichen Beruf, zum Beispiel als Gas- und Wasserinstallateurin, Bootsbauerin oder Bauingenieurin, selbständig zu machen. Multimedial können die Besucher die Frauen, ihren Weg und Werdegang kennenlernen. „Wir brauchen noch mehr Beispiele von Gründerinnen, die Mut machen und ihren Weg gehen“, so die Ministerin. Die Roadshow ist ein Projekt des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Zusammenarbeit mit der bga, der bundesweiten Gründerinnenagentur. Sie tourt bereits seit 2011 und war mit großer Resonanz in 36 Orten zu Gast. Dass sie jetzt in Cottbus zu sehen ist, geht auf die Initiative des Gründungszentrums zurück. Die Ministerin lobte daher deren Engagement: „Immer mehr Frauen entscheiden sich für eine Ausbildung oder für eine Selbständigkeit im Handwerk. Sie wollen unabhängig sein, sich selbst verwirklichen. Sie lieben die berufliche Herausforderung und genießen flexible Arbeitszeiten. Damit sich dieser Trend fortsetzt, rühren die Mitarbeiter vom Gründungszentrum Lausitz ordentlich die Werbetrommel, um junge Frauen für die Verwirklichung ihrer kreativen Ideen im Rahmen einer Geschäftsgründung auch im Handwerk zu gewinnen – damit Handwerk keine Männerdomäne bleibt“. Bei Häppchen und Orangensaft traf die Ministerin dann im Anschluss auch auf Lausitzer Gründerinnen.
In den letzten Jahren ist ein positiver Trend zu beobachten: Die Selbständigkeiten von Frauen liegen 2016 bei 43% aller Gründungen. Das stimmt zuversichtlich, „…denn Gründungen von Frauen sind oft auch nachhaltiger“, so die Ministerin. Die Roadshow ist bis 30.11., Mo. bis Fr., 9 – 16 Uhr, in der Vetschauer Straße 24 zu sehen. Nach Voranmeldung können auch Führungen vereinbart werden.
