Wendisches Viertel im Stadtzentrum / Hartmanns Bockwürste waren begehrt
Herzlichen Dank für die Zuschriften zu unserer Rätselfrage der letzten Woche. Georg Müller hat uns auch wieder seine Lösung zugesandt: „Damals, 1986, war’s, als der Fotograf die Ansicht des Beginns der Sandower Straße für die Nachwelt festhielt. Den linken Bildrand bestimmen die kräftigen Pilaster des Hauses Nr.1 und noch vermisst man die darauf folgenden Neubauten auf der linken Seite. Es ist ein Jahr mit zunehmendem politischen Juckreiz und die Architekten erkühnten sich, neben dem Paulaner einen Neubau mit merklich ansprechenderem Aussehen und modernerer Geschossaufteilung zu errichten.
Noch stehen zur Gertraudtenstraße hin die Baugerüste und zwei Jahre vergehen noch, bis auch die besagten Neubauten auf der linken Seite, das Bild dann ergänzend, entstehen werden – ein weiterer Schritt im Zuge der Altstadtsanierung.“
Brigitte Buder hat uns eine Postkarte mit ihren Erinnerungen geschickt: „Hier ist die Lösung ‘C’ richtig. Hinter dem Haus links, da wo einst ein Polsterladen war, wurden die Häuser des ‘Wendischen Viertels’ angebaut. Bei den Neubauten dieses Viertels wurden gegenüber anderen Neubauten in Cottbus einige Zentimeter bei den Wänden in der Wandstärke eingespart, deshalb sind die Wohnungen auch sehr hellhörig. Dies ist also den Spaßmaßnahmen kurz vor der Wende zuzuschreiben. Hinter dem Haus links stand auch mal ein Verkaufswagen für Bratwürste von Hartmanns, bevor das Wohnquartier entstand. Die Bratwürste schmeckten hier ausgezeichnet. Solch einen Geschmack, wie diese ‘Ostbratwürste’ hatten, gibt es heute nicht mehr – und sie kosteten nur 95 Pfennige mit Brötchen.“
Peter Lautner erzählte am Telefon: „Die Häuser des ‘Wendischen Viertels“ sind hier entstanden und haben damit einige Lücken geschlossen und auch alte Häuser ersetzt. Die Wohnungen waren sehr begehrt.“
Cottbus. Wendisches Viertel im Stadtzentrum

