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Guben. Alte Poststraße mit Dampfbäckerei

damals110514_guKrause Dampfbäckerei von der anderen Seite / Giebel war Prallwand für Bälle
Ja, so können verschiedene Perspektiven eine Falle stellen! Eine ganz ähnliche Aufnahme dieser Häuser war erst vor wenigen Wochen als Rätselbild abgedruckt und hatte große Resonanz hervorgerufen. Und so kamen zwar viele richtige Lösungen in unserer Redaktion an, jedoch wenige Details – die wurden ja schon am 9. April ausführlich geschildert. Die Dopplung ist übrigens ein Versehen.
Inge Wende löst wie viele andere auch und erinnert am Telefon: „Auf dem Bild habe ich die Alte Poststraße erkannt. Im linken Haus war der Bäcker Krause. Ich kann mich nicht erinnern, dass an der Giebelseite ein Fenster oder eine Tür war, denn wir haben als Kinder an dieser Wand Ball gespielt. Rechts neben dem Haus war das Grundstück der Familie Kurt (Zigarrenmacher). Dahinter war das Haus mit der Nummer 17. Kaufmann Röschen war der Eigentümer des Hauses. Er hatte rechts im Haus seinen Laden und links war das Friseurgeschäft Scholz. In diesem Haus haben wir vor 1940 und nach dem Krieg gewohnt.“
Die Umbenennung der Alten Poststraße in Cyrankiewiczstraße 1949 wurde übrigens damals auch damit begründet, dass der alte, seit 150 Jahren verwendete Name irreführend sei. Denn viele Menschen hätten damals geglaubt, dass es sich um den alten Postweg nach Frankfurt/Oder handele. Das war sie natürlich nicht, denn die Postkutschen nutzten die Frankfurter und die Bahnhofstraße.
Bis 1868 soll die Alte Poststraße lediglich eine Sackgasse gewesen sein, nur ein Fußweg per Steg über die Egelneiße weiter zum Bahnhof. Der Abschnitt zwischen Kugelbrücke und Bahnhofstraße ist demzufolge deutlich jünger. Der massiven Betonbrücke mit den markanten Kugeln ging eine Holzbrücke voraus.

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