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Guben. Wilhelm-Pieck-Straße, um 1952

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Beliebte Bouletten vom Rossschlächter Peschel
Die Rätselaufgabe war diesmal nicht so schwer, und so gab es viele, die auf Anfang der 50er Jahre tippten. Werner Koschack schildert zusätzlich erneut ausführlich: „Das Rätselbild ist eine Ansichtskarte der Wilhelm-Pieck-Straße von Guben aus dem Jahre 1952. Die Umbenennung von Berliner in Wilhelm-Pieck-Straße war am 27. Oktober 1949 erfolgt. Ich selbst besitze diese Originalkarte. Aus meiner Erinnerung möchte ich die Häuser 5A bis 9 aus dieser Zeit beschreiben. Zu sehen sind die Häuser aus der Gründerzeit. Vorn rechts in der Nr. 5A hatte der Arzt Dr. Hamel seine Praxis. Weiterhin gab es die Zahnärztin Margarethe Kretschmer in diesem Haus. Im Erdgeschoss befand sich die Plisseebrennerei Elfriede Reppert, später verheiratete Steinfest. Auch Kunststopfen und Monogrammstickerei gehörten zu ihren Dienstleistungen. Die Firmenschilder und Schaukästen zeugen von einer regen Geschäftstätigkeit in diesem Gebäude. In der 5B gab es den Rechtsanwalt Hans Sarrazin. In das Haus Nr. 6 zog am 3. Februar 1953 die Volksbuchhandlung ein. Markant war der große Eiserofen (Kanone) mit einem langen Ofenrohr im Verkaufsraum. Im gleichen Gebäude hatte die Lausitzer Rundschau ihren Sitz. Am 15. August 1952 erschien die Tageszeitung mit einer Kreisseite für Guben. Das Haus Nr. 7 (ehemalige Villa von Verleger König) gehörte nach 1945 einige Jahre zur russischen Stadtkommandantur. Später war dies die Kreisstelle für Unterrichtsmittel (Aufbewahrung und Verleih), und die Volkshochschule hatte viele Jahre ihren Sitz. Heute ist es Geschäftsstelle der Euroregion Spree-Neiße-Bober e.V. Im Haus Nr. 8 gab es die Bäckerei Emil Fritzsche. Er war auch Eigentümer dieses Hauses. Sein Sohn Walter Fritzsche war der Mann meiner Mutter und unser Opa. Heute Backshop und Café der Bäckerei Dreißig. Im Haus Nr. 9 gab es damals die Rossschlächterei von Gustav Peschel – die Bouletten und Rouladen waren zur damaligen Zeit sehr beliebt. Später befand sich in den Räumen der Schlächterei die Klempnerwerkstatt von Arno Schulz. Später zog im Vorderhaus die Lausitzer Rundschau ein, die noch heute im Hause ist.“

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