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Wolfgang Donat ist begeistert: „Guben war über die Stadtgrenzen hinaus für seine herrliche Baumblüte in den Bergen östlich der Neiße bekannt. Es hieß, dass der Zug mit Gästen aus Berlin schon in Guben war, als die Gubener selbst noch schliefen. Der Aufenthalt in den ‘Gubener Bergen’ ermüdete und machte Durst. In den Bergen und in der Stadt war man darauf eingerichtet! Um 1930 gab es laut Statistik 70 Gaststätten, neun Weinstuben, 19 Hotels, Gasthöfe und Logierhäuser. Eine dieser Gaststätten war das auf dem Bild gezeigte Restaurant ‘Engelmanns Berg’ um 1911, auf das die feinen Leute zusteuern. Dieses Gebäude existiert nicht mehr. Die Turmhaube war die Abdeckung einer der beiden in den Bergen angelegten Trinkwasserspeicher. Heute fehlt die Haube, die Grundmauer ist noch vorhanden.“
Und Werner Koschack fand heraus: „Der Tuchmacher Eduard Engelmann eröffnete das Restaurant am 1. April 1860. Das Lokal hatte eine gute Küche und bestgepflegte Getränke. 1910 übernahm Paul Engelmann die Gaststätte. Zu dieser Zeit hieß die Adresse Breiter Steig 38, später Engelmanns Weg 1. In den Jahren wechselten die Besitzer. 1920 übernahm Martin Schulze, 1925 der Vorsitzende der Druidenloge ‘Zur Hoffnung’, Julius Deuß. Das alte Gebäude wurde erneuert und ausgebaut. Laut Einwohnerbuch 1936 hieß dann der Besitzer Franz Goga, ab 1939 bis Kriegsschluss Erich Redlich. Links sieht man den Wasserturm, der wegen der Dachgestaltung sehenswert war. Von der Maschinenhalle und großem Sammelbecken (nahe Osterbergschule) wurde das Wasser in die obere Zone in das kleinere Sammelbecken auf Engelmanns Berg, 98,6 über der Neiße, gedrückt.“
Gubener Baumblüte, Aufgang zum Restaurant „Engelmanns Berg“

