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Spremberg: 1860 eine Fabrik; später als Heim genutzt

damals120505_spbWechselvolle Haus-Geschichte / In Cantdorf wurde aus Wollspinnfabrik ein Sonderheim für Blinde
Manfred Gnida schreibt: „Damals wie heute gehört dieser idyllisch gelegene Ort zu einem Areal, das eine wechselvolle Geschichte verbindet. Im schönen Wilhelmstal, direkt an der Spree liegend, befindet sich dieser Komplex. 1860 erbauten die Spremberger Zimmermeister Enderlein und der Schlossermeister Centner hier eine Wollspinnfabrik und nutzten zum Antrieb der Maschinen die Wasserkraft der Spree. Später wurde daraus eine Papp- und Holzwollefabrik, deren Inhaber glaube ich Max Krüger war. 1912 war die Produktion vorbei und der Betrieb pleite. Eine neue Nutzung der Gebäude erfolgte 1913, welche zu einem Wanderarbeitsheim umgebaut wurden. Als Wanderarbeitsheim diente es unter anderem 1913/14 für heimatlose Wanderer. Im ersten Weltkrieg folgte eine Nutzung als Lazarett und später als Kriegsgefangenenlager. Danach wurde es bis 1938 wieder Wanderarbeitsheim.“

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