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Einzigartiger Altar in Drewitz wird saniert

Sparkasse Spree-Neiße spendet 5.000 Euro für die Sanierung der Drewitzer Dorfkirche.

Ralf Braun (3.v.r..), Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Spree-Neiße und Mathias Krakow (l.), Direktor der Sparkasse Direktion Guben überbrachten, im Beisein von Landrat Harald Altekrüger (2.v.l.) und Pfarrer Alexander Reinfeld (M.), einen dicken Scheck in Höhe von 5000 Euro an die Mitglieder des Fördervereins zum Erhalt der Drewitzer Dorfkirche e.V. für die Altarsanierung. Fotos: FH

Drewitz (MB). Der 7. Mai war ein großer Tag für Drewitz! Ralf Braun, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Spree-Neiße, kam persönlich nach Drewitz und überreichte einen Scheck in Höhe von 5.000 Euro an den Förderverein zum Erhalt der Drewitzer Dorfkirche. Dass Landrat Harald Altekrüger es sich nicht nehmen ließ, an einem seiner letzten Arbeitstage nach Drewitz aufzubrechen, unterstreicht die besondere Bedeutung der Drewitzer Dorfkirche.

„Unsere Region lebt von Menschen, die zusammenhalten, Verantwortung übernehmen und Werte bewahren“, betont Ralf Braun, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Spree-Neiße, das Förderengagement des heimischen Finanzdienstleisters. „Kirchen sind seit Generationen Orte der Begegnung, des Trostes und des Miteinanders – weit über ihren religiösen Auftrag hinaus. Wir freuen uns, dass wir als regional verwurzelte Sparkasse mit unserer Unterstützung dazu beitragen können, diese besonderen Orte auch für die Zukunft zu erhalten.“

Bei der Vorbereitung der Altarsanierung in Drewitz entdeckten die Restauratoren einzigartige Darstellungen, die im Laufe der Zeit übermalt wurden. Ralf Braun (l.), Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Spree-Neiße, Landrat Harald Altekrüger (2.v.l.), und Pfarrer Alexander Reinfeld (r.) lassen sich die freigelegte Darstellung des Nikodemus von Fördervereinsmitgliedern erläutern.

Nicht nur Werner Richter vom Förderverein, Michael Hensel vom Gemeindekirchenrat sowie Pfarrer Alexander Reinfeld dankten der Sparkasse für die großzügige Spende. Auch der Ortsvorsteher Ralf Wundke freute sich stellvertretend für die Drewitzer Bürger, dass die Kirche als Aushängeschild des Dorfes mit diesem Geld weiter erhalten werden kann.

Insbesondere der Altar, der mit Hilfe der Spende restauriert werden soll, verleiht der Kirche ein Alleinstellungsmerkmal. Denn unter einer teilweise freigelegten Fläche an der Altarkanzel fand man eine figürliche Darstellung des Nikodemus, eines jüdischen Schriftgelehrten, der Jesus Nahe stand. Eine Darstellung des Nikodemus ist in ländlichen Kirchen in Brandenburg einzigartig und von hohem kulturhistorischem Wert. Im Zuge der Altarsanierung sollen noch vier weitere übermalte Flächen auf der Kanzel freigelegt werden. Was sich darunter verbirgt, wird man spätestens zum 200jährigen Kirchenjubiläum im Jahre 2027 erfahren.

Im kommenden Jahr feiert die Gemeinde am 26.09.2027 den 200. Geburtstag des heutigen Kirchgebäudes. Ein Großteil der Altarsanierung soll bis dahin bereits geschafft sein.

Wie in vielen Brandenburger Dörfern ist auch die Drewitzer Dorfkirche als Mittelpunkt des Dorfes nicht wegzudenken. Mit dem ursprünglich rein religiösen Bauwerk verbinden viele Drewitzer ein Gefühl Heimat, denn hier wurden sie getauft, konfirmiert, getraut und hier fanden sie Trost nach dem Tod eines nahen Verwandten. Aber Kirchen unterliegen auch dem Wandel der Zeit, und so hat sich auch die Drewitzer Dorfkirche in der jüngeren Vergangenheit durch Veranstaltungen wie Konzerte, Lesungen und Vorträge zu einem kulturellen Mittelpunkt des Dorfes entwickelt.

Sowohl für die Restaurierung des Altars als auch für die Sanierung von schadhaften Wänden und Wandfries ist der Förderverein ausschließlich auf Spenden angewiesen. Wer den Erhalt der einzigartigen Dorfkirche in Drewitz unterstützen möchte, kann sich an den Förderverein zum Erhalt der Drewitzer Dorfkirche e.V. wenden.

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