8. Philharmonischen Konzert im Großen Haus.
Foto: Bernd Schönberger
Cottbus (MB). Unter dem Motto „Rausch der Sinne“ erklingt im Großen Haus des Staatstheaters Cottbus am Freitag, 8. Mai, um 20 Uhr, sowie am Sonntag, 10. Mai, um 19 Uhr ein Saisonabschluss voller Leidenschaft, Wahnsinn und fiebriger Fantasie. Unter der Leitung von Generalmusikdirektor Alexander Merzyn führt das 8. Philharmonische Konzert an die Grenzen von Klangrausch und musikalischer Imagination.
Augusta Holmès’ sinfonische Dichtung „Roland furieux“ greift die berühmte Gestalt aus Ariostos Epos auf und zeigt einen Ritter, den Liebe, Eifersucht und verletzter Stolz in den Wahnsinn treiben. Holmès, eine eigenständige Stimme der französischen Spätromantik, verdichtet die literarische Vorlage zu einer farbenreichen musikalischen Erzählung. Die Musik folgt Roland in Extreme zwischen Kampfesenergie und Verzweiflung. Noch radikaler führt Hector Berlioz diese Verbindung von innerem Erleben und Klang in seiner „Symphonie fantastique“ aus.
Mit der obsessiv wiederkehrenden idée fixe entwirft er das Psychogramm eines Liebenden, dessen Fantasie in berauschte Bilder und albtraumhafte Visionen kippt. Ball, nächtliche Landschaft, Richtplatz und Hexensabbat werden zu Stationen einer halluzinatorischen Reise.
So begegnen sich zwei Werke von orchestraler Kühnheit, in denen Leidenschaft und Vision die Grenze zwischen Wirklichkeit und Imagination auflösen. Die gefährlichsten Abenteuer beginnen nicht draußen, sondern im Innern.
Karten für beide Konzerttermine sind erhältlich im Besucherservice (Großes Haus, 0355 7824 242), an der Abendkasse sowie online.
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