Gemeinsam für eine grüne Zukunft.
Cottbus/Konin (MB). Im Rahmen des Annual Political Dialogue 2025 in Konin ist eine Kooperationsvereinbarung zwischen Ost-Großpolen und der Lausitz in Brandenburg geschlossen worden. Zur Unterzeichnung reiste Heiko Jahn, Geschäftsführer der Wirtschaftsregion Lausitz, Ende Juni ins polnische Konin und traf dort Maciej Sytek, den Vorstandsvorsitzenden der dortigen Regionalen Entwicklungsagentur. Damit erhält die Zusammenarbeit zwischen den beiden Regionen eine neue, stärker entwicklungsorientierte und vertraglich fixierte Form.
Zeitpunkt und Ort der Unterzeichnung sind dabei kein Zufall: Konin gilt als Vorreiter der gerechten Transformation in der polnischen Energiewende. Die Stadt war Gastgeber der Netzwerkveranstaltung für europäische Kohleregionen Annual Political Dialogue – ein bedeutender Meilenstein in der internationalen Zusammenarbeit. „Dies ist ein wichtiger Schritt zum Aufbau einer dauerhaften Partnerschaft zwischen unseren Kohleregionen“, sagte Maciej Sytek. „Uns verbindet die gemeinsame Erfahrung im Strukturwandel und der Wunsch, von den besten europäischen Beispielen zu lernen.“ Heiko Jahn ergänzt: „In einem komplexen, dynamischen Prozess wie dem Strukturwandel ist es wichtig, über den eigenen Tellerrand zu schauen. Daher waren wir als WRL in diesem Jahr bereits Gastgeber für den erstmals veranstalteten Revieraustausch aller Braunkohlereviere in Deutschland. Unsere Kooperationsvereinbarung mit Konin setzt diese Ausrichtung auf wertschätzenden Austausch folgerichtig fort. So können wir gegenseitig voneinander lernen.“
Die unterzeichnete Vereinbarung ebnet den Weg für gemeinsame Projekte, den Wissensaustausch sowie Kooperationen zwischen Hochschulen, Kommunen, Unternehmen und zivilgesellschaftlichen Organisationen. Bereits im Jahr 2023 besuchte eine Delegation aus Brandenburg die Woiwodschaft Ost-Großpolen. Mit initiiert und intensiviert wurde der Kontakt von Dr. Klaus Freytag, Lausitz-Beauftragter des Ministerpräsidenten von Brandenburg, sowie Reiner Kneifel-Haverkamp, Abteilungsleiter für Europa- und Internationale Angelegenheiten im Ministerium der Finanzen und für Europa.
Ziel des Besuchs war es, sich mit dem Strukturwandel der Region Konin, dem dortigen Umgang mit Energie-, Sozial- und Umweltfragen sowie dem Wissenstransfer der wichtigsten Akteure über die Nutzung von EU-Fördermitteln im Rahmen des gerechten Strukturwandels vertraut zu machen. Ein Jahr später folgte der Gegenbesuch: Vertreter Ost-Großpolens reisten nach Cottbus. Die Delegation unter Leitung von Maciej Sytek informierte sich über deutsche Projekte zur Revitalisierung ehemaliger Tagebauflächen, über neue Energieerzeugungsstrategien sowie Pläne zur beruflichen Neuqualifizierung von Beschäftigten aus dem Kraftwerksund Bergbausektor. Ein weiterer wichtiger Programmpunkt waren Optionen der Zusammenarbeit mit der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) und den lokalen Behörden.
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