Schlagwort: Jürgen Heinrich

  • Mal wieder Millionen

    Mal wieder Millionen

    Zunächst sollte die Nachricht positiv aufgefasst werden. Das Land Brandenburg gibt 10,7 Millionen Euro nach Cottbus, damit hier ein „regionales Gründungszentrum“ gebaut werden kann. Was man darüber weiß ist, dass es einmal 4 500 Quadratmeter Fläche haben soll und mit dem städtischen Eigenanteil rund 12 Millionen Euro verschlingen wird. „Verschlingen „scheint für diesen Fall das…

  • Kommentar: Die Kasse klingelt

    Kommentar: Die Kasse klingelt

    Manuela Schwesig, stellvertretende SPD-Chefin und Ministerpräsidentin in Meckenburg-Vorpommern, will Kita-Gebühren in ihrem Land generell abschaffen. Sie stößt dabei auf den Widerstand der Bundesregierung. Aber sie hat natürlich Recht: Bei allen sozialen Zugeständnissen, die ihr Parteikollege und Bundesfinanzchef Olaf Scholz ausrechnet, um die Familien um 30 oder 40 Euro mehr durch Bundeszuwendungen zu entlasten – die…

  • Kommentar 17./18.11.18: Haben wir Helden?

    Kommentar 17./18.11.18: Haben wir Helden?

    Die Frage ist schwer zu beantworten. Noch dazu am Volkstrauertag-Wochenende. Haben wir Helden? Ja, im Alltag gibt es Helden, die Bedeutendes vollbringen, zielstrebig arbeiten, Erfolge vorweisen, die eine Sache voranbringen. Es gibt eine ganze Poesie der Verehrung von Alltagshelden. Im östlichen Sozialismus waren Straßen der Besten unterm Roten Stern wahre Heldenalleen. Helden in Kriegen gab…

  • Kommentar: Was kommt?

    Kommentar: Was kommt?

    Was geht, wissen wir: die Braunkohle und ihre umweltschädliche Verstromung. Der erste Block in Jänschwalde wurde in die Reserve gezwungen, ein zweiter folgt. Das kostet 600 Arbeitsplätze – die bei den Zulieferern nicht mitgerechnet. Das Ende soll der Braunkohle, so sickert es aus der Strukturkommission, zwischen 2035 und 2038 beschieden sein. 20 Jahre Zeit für…

  • Kommentar: Die da  draußen, wir hier drin

    Kommentar: Die da draußen, wir hier drin

    Geredet wird viel in diesem spätsommerlichen Herbst. Nur viel zu selten kontrapunktisch miteinander. Dabei wäre das gut und nützlich. In der Musik führt das Nebeneinander gegensätzlicher Töne, wo sie beherrscht werden, am Ende zu Harmonie. Die ist dort auch gewollt. In der politischen Auseinandersetzung, um die es hier geht, aktuell aber leider nicht. Die Ereignisse…

  • Kommentar: Die Sprache der Bilder

    Kommentar: Die Sprache der Bilder

    Tiefgeistige Reden und sinnreiche Transparente, wie etwa bei der Berliner Demo der 500 000 am 4. November 1989, gibt es nicht mehr. Das war der Höhepunkt der friedlichen und intellektuellen Revolution. Fünf Tag danach fiel die Mauer. Einigkeit und Recht und Freiheit waren körperlich zu erleben als des Glückes Unterpfand. Das Glück bröselt nun dahin;…

  • Kommentar: Blühende Landschaften

    Kommentar: Blühende Landschaften

    Goldener Herbst. Und noch immer blühende Landschaften. Jedenfalls in der nun wieder kühleren Natur. Politisch blühen die Landschaften auch 28 Jahre nach der deutschen Einheit nicht ganz so, wie sich das Helmut Kohl, der dieses Wort prägte, vorgestellt haben mag. Eben liegt der Jahresbericht zur deutschen Einheit vor, der auch dieses Jahr die Überschrift tragen…

  • Kommentar: Haltet den Dieb

    Kommentar: Haltet den Dieb

    Nicht nur Bauern, auch Touristiker klagen. Die einen über Trockenheit, die anderen über ausbleibende Gäste. Während diese mit dem Wettergott hadern, wettern jene auf Demonstranten, Migranten und Ignoranten. Das Geschäft läuft nicht, und so soll sich wenigstens ein Schuldiger finden. Haltet den Dieb! Er kommt von rechts. Und schon ist neuer Schaden entstanden. Wer will…

  • Kommentar: Dörfer mit Zukunft

    Kommentar: Dörfer mit Zukunft

    Der Titel dieses Landeswettbewerbs klingt nicht gerade originell. „Unser Dorf hat Zukunft“ gilt hoffentlich für weit mehr als jene 85 Orte und Orts- oder Stadtteile, die sich am 10. Landeswettbewerb unter diesem Label, das mehr nach Losung klingt, beteiligen. Die meisten Macher der Zukunfts-Aktion haben sich einst unter dem Motto „Schöner unserer Städte und Gemeinden…

  • Kommentar: Am „Nischel“ rumort es

    Kommentar: Am „Nischel“ rumort es

    Wenn der Chemnitzer die Brückenstraße oder die Gegend um den Roten Turm ansteuert, geht er zum „Nischel“. Das heißt zu deutsch Kopf. Gemeint ist die überdimensionierte Karl-Marx-Büste, die lange nicht so oft ins Fernsehen kam, wie diese Woche. Am Nischel rumort es. Aber nicht nur dort. Sondern in vielen Köpfen dieser Republik, vornehmlich im Osten.…