Bilder aus dem alten Cottbus

Altes Cottbus: Stadtpromenade war einst Schmuckstück
Erfreut und doch auch etwas verstimmt schreibt Klaus Reiter aus Cottbus: „Wir sind wieder mal in Cottbus. Die Wut über die Leute, die dem Abriss der Stadtpromenade mit allen Einrichtungen und der Brücke zugestimmt haben, sitzt bei den Cottbusern immer noch tief. Aber das Geld der korrupten Wessis hatte mehr Gewicht. Auf dem Bild fehlt…

Werner Schröter und der Aufbruch im Handwerk
Handwerk hat Goldenen Boden und fand selbst in der Planwirtschaft eine Nische, allerdings unter strikter staatlicher Leitung. Die Kammer existierte als verlängerter ausführender Arm des Rats des Bezirkes. Diesen Zustand in eine Selbstverwaltung zu überführen, war eine der großen gesellschaftlichen Herausforderungen ab 1990. Handwerker wählten ihre eigenen Organe, erster Präsident der Südbrandenburgischen Handwerkskammer wurde Fleischermeister…

Heinrich Bolze holte das Pendel des Foucault nach Cottbus
Der Sohn eines Buchbindermeisters, Heinrich Bolze, ist am 13. Mai vor 209 Jahren (1813) in Brandenburg geboren, wuchs in der Kirschblütenstadt Werder auf, studierte in Berlin Mathematik und Naturwissenschaften, war Lehrer und Dozent u.a. in Berlin, Putbus und Greifswald, ehe er 1845 in Cottbus sesshaft wurde. Er bekam eine Stelle als Oberlehrer am noch alten…

Altes Cottbus: Die Sprem hat sich im Lauf der Jahre stark verändert
Lang, lang ist’s her: An die Conditorei Gerlach können viele nicht mehr erinnern, aber das Kaufhaus daneben gab es auch bis 1963 im Konsum-Eigentum. Früher war es Kaufhaus Schocken und Holger Blümel aus Kolkwitz zeigt eine Kopie vom Arbeitszeugnis seiner Oma, ausgestellt vom Kaufhaus Schocken. Er schreibt dazu: „Es handelt sich um die Spremberger Str.…

Der Cottbuser Richard Kehrl: Manager der Kriegs-Wirtschaft
Nachruhm ist ihm nicht zugedacht, doch seine Familie und er selbst sind einzuordnen in die Cottbuser, Niederlausitzer und nationaldeutsche Wirtschaftsgeschichte. Am 26. April vor 38 Jahren (Dienstag, 26.04.1984) starb Hans Kehrl, Sohn von Richard Kehrl und Neffe von Gustav Kehrl, die in der Cottbuser Parzellenstraße eines der bedeutendsten Cottbuser Textilunternehmen, Hersteller feinster Streichgarn-Anzugstoffe, betrieben. Ihr…

Gartenbauingenieur Joachim Scherzer: Die Grüne Handschrift von Cottbus
Wer Cottbus als „Grüne Stadt“ mit neuer BuGa-Sehnsucht sieht, kommt an dem Namen Joachim Scherzer nicht vorbei. Sein Todestag jährt sich am 10. April 2022 zum 25. Mal. Vieles, was noch heute charakteristisch ist für das erblühende Cottbus nach 1945 trägt die Handschrift dieses unermüdlichen Gartenbauingenieurs: Die Puschkinpromenade, der Schillerpark, die Blumenuhr, der heutige Goethe-…

Altes Cottbus: Die unverkennbare Sprem
„Ganz eindeutig die Spremberger Straße“, sagt Brigitte Albrecht. „Sie war eine gern besuchte Einkaufsmeile. Man sieht an der Kleidung, dass die Aufnahme lange zurückliegt. Ich bin gern dort einkaufen gegangen.“ Reinhard Semt mailt: „Leider wurde die Straße nach der Wende, statt sie behutsam zu rekonstruieren, für viel Geld verschlimmbessert. Eine der Fehlleistungen jener Jahre, denen…

Wilhelm Speck: Der Dichter aus dem Gefängnis
Wir sprechen hier über einen „hoffnungslosen Romantiker“, der sein Leben den Strafgefangenen widmete und dabei nebenher in seiner Zeit zum Bestsellerautor wurde. Schon Ehrenbürger Walter Drangosch bezeichnete ihn in einem frühen Heimatkalender als eine „bedeutende Persönlichkeit der Cottbuser Geschichte.“ Dabei war Wilhelm Speck, 1861 geboren, ein Hesse bis zum Tode. In Kassel, wo er starb,…

Altes Cottbus: Cottbuser Enkebrunnen fand dauerhaftes Heim auf Breitscheidplatz
Manfred Gnida aus Spremberg schreibt auch diesmal sehr ausführlich und spannend: „An Antworten, besonders von Cottbusern, wird es ein zahlreiches Angebot geben. Viele Ansichtskarten zeigen diesen historischen Ort. 1750 wurden hier Wallanlagen eingeebnet und das Gelände trockengelegt. Die freigelegte Fläche wurde Neustädter Platz genannt und erst durch einen Beschluss der Stadtverordneten 1888 zum Gedenken an…

Altes Cottbus: Haltestellen-Manöver
Jürgen Markert aus der Körnerstraße in Cottbus schreibt noch zum vorherigen Rätselbild: Zu Ihrer Ausgabe vom 15.Januar und dem Bild aus der Woche zuvor möchte ich nachträglich noch eine kleine Bemerkung machen. Der von mehreren Lesern beschriebene Pavillon am Altmarkt wurde eigentlich nur wegen der Straßenbahn gebaut und auch wieder abgerissen. Seit Mitte der 30er…










