Schon Fürst Pückler stieg hier ein / Umgestaltung dauert zehn Jahre

Guben (bw). Seit mehr als 160 Jahren ist der Gubener Bahnhof Drehscheibe und Tor nach Osten. Selbst Pückler kam per Kutsche aus Branitz und stieg hier in den Zug nach Berlin.
Mit einem Architektenwettbewerb wurden jetzt Ideen und Vorschläge vorgelegt, die das Areal für Gubener und die Gubiner touristisch aufwerten. Bei den zwei prämierten Gestaltungsvarianten steht eine direktere Anbindung an die Innenstadt im Vordergrund.
Vorgesehen ist östlich des Bahngeländes parallel zur Bahnhofstraße ein langer Grünzug, die Zufahrt zum Bahnhof selbst soll verengt werden, um dabei sowohl Bushaltestellen als auch den Tunnelzugang einzubinden. Zur Aufwertung des Fahrradtourismus scheinen Übernachtungsmöglichkeiten in Waggons der Bahn auf den östlichen Gleisen denkbar.
Bereits im September sollen erste Gespräche mit kompetenten Vertretern der Bundesbahn geführt werden. In mehreren Workshops bis Oktober stehen einzelne Umgestaltungsvorstellungen und -abschnitte zur Debatte. Insgesamt wird mit einer Wandelphase von zehn Jahren gerechnet, um den Bahnhof zu einem zentralen Begegnungspunkt von Bus, Bahn, Individualverkehr und Tourismus zu machen. Das wertet auch die Innenstadt nachhaltig auf.