
Winterdienst auf 225 Kilometern Kreisstraße
Hörlitz (ysr). Der Winter ist da. Und mit dem Kälte- und Schneeeinbruch rückt das Team der Straßenmeisterei Hörlitz wieder jeden Morgen um 4 Uhr morgens aus, um die Kreisstraßen für den Berufsverkehr zu räumen. Wenn es die Witterung erfordert, so bei starkem Schneefall oder überfrierenden Straßen, wird sogar ein Zwei-Schicht-Betrieb angeordnet. In diesem Fall ist der Winterdienst von 3 Uhr nachts bis 22 Uhr im Einsatz. Dabei betreut die Kreisstraßenmeisterei der Bauhöfe Hörlitz und Calau etwa 211 Kilometer Kreisstraßen und zehn Kilometer begleitende Radwege. Diese ziehen sich durch den gesamten Landkreis, von Lübbenau bis Ortrand. Im Januar sind weitere 14 Kilometer im Bereich Altdöbern hinzugekommen. Und das braucht Zeit. „Wir fahren maximal 40 Kilometer pro Stunde. Das ist optimal für die Salzverteilung und der Pflug springt nicht so,“ erklärt Siegbert Masuch. Er ist seit 17 Jahren dabei, kannte die Region bereits sehr gut von seiner Busfahrertätigkeit. Für seine Route von knapp 40 Kilometern braucht er im Schnitt vier, manchmal fünf Stunden. „Räumarbeiten brauchen länger. Die Zeit ergibt sich aber auch aus den Leerstrecken“, so der Straßenwärter. Denn für Autobahnen und Bundesstraßen sind wieder andere Kollegen zuständig. Aktuelle Wetterinformationen erhält die Straßenmeisterei über den engen Kontakt mit den Straßenmeistereien des Landesbetriebes. „Zusätzlich erkundigen wir uns bei den üblichen Wetterforen“, sagt Ralf Herrmann, Sachgebietsleiter. Sven Neumann ist seit Oktober 1990 im Dienst. Wie seine Kollegen hat er festgestellt, dass das Wetter sich in den vergangenen Jahren verändert hat. „Der Winter beginnt im Schnitt einen Monat später, ist oft hartnäckiger als früher“, sagt er. Das Team erinnert sich noch gut an den Ausnahmewinter 2011/12, der sehr lange andauerte und viel Schnee und eisige Temperaturen brachte. „Damals kam es sogar zu Lieferschwierigkeiten bei Auftausalz, so dass wir tageweise nur schwierige Streckenabschnitte streuen konnten“, erinnert sich Ralf Herrmann. Das Salzlager in Hörlitz hat ein Volumen von 800 Tonnen. Bei Bedarf erfolgt eine Lieferung innerhalb von zwei Werktagen. „Der momentane Blick nach draußen zeigt: Ein richtiger Winter mit Schneefällen und lang anhaltenden Frostperioden steht vor der Tür“, sagt Ralf Herrmann. Es gibt also wieder viel zu tun. Weitere Aufgaben neben dem Winterdienst sind ab dem Frühjahr Holzungsarbeiten, die Kontrolle von Verkehrsschildern und das Schließen von Schlaglöchern. So sorgen die Männer der Straßenmeisterei mit ihrer Arbeit dafür, dass der Verkehr in der Region rollt.
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