Generationengerechter Umbau wird gefördert

Staatliche Zuschüsse für Barriereabbau nutzen / Altersgerechte Bauweise auf dem Vormarsch

Region (MB). Die Kosten für barrierereduzierende Maßnahmen sinken bei einer Koppelung mit der energetischen Sanierung. Oder andersherum – wer saniert, sollte auch Barrieren abbauen und kann dabei noch sparen. Schwellen, Treppen und zu schmale Türdurchgänge machen alten und mobilitätseingeschränkten Menschen ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden oft unmöglich. Hausbesitzer sollten deshalb bei einer energetischen Sanierung darauf achten, gleichzeitig barrieremindernde Maßnahmen zu integrieren. Ein separater Umbau später ist deutlich teurer. Der Abbau der Barrieren kommt nicht nur der Generation 70plus, Familien mit Kindern und Menschen mit Behinderung zugute, sondern dient auch dem Komfort noch junger Leute. Die Förderbank KfW unterstützt solche Maßnahmen mit einem zinsgünstigen Kredit von bis zu 50 000 Euro pro Wohneinheit – unabhängig vom Alter. „Der Kredit ergänzt ideal die KfW-Förderung zu energetischen Sanierungsmaßnahmen“, sagt Petra Hegen von Zukunft Altbau.
Damit nichts schiefgeht, sollten sich Hausbesitzer vorher ein Gesamtkonzept aus energetischen Sanierungsmaßnahmen inklusive barrierereduzierenden Schritten erstellen lassen, rät sie. Der Vorteil der Kopplung: Da die Handwerker und Planer bereits beauftragt und vor Ort sind, wird der Barriereabbau günstiger. Auch hat man den Baulärm und Schmutz nur einmal im Haus. „Als Planer stehen energetisch spezialisierte Architekten, Ingenieure und Energieberater zur Verfügung. Geht es um Barrierefreiheit, sind auch Innenarchitekten gute Ansprechpartner“, so Hegen.
Barrierefreie Wohnungen sind ein gutes Mittel, um komfortabel, sicher und möglichst lange in vertrauter Umgebung zu bleiben. Wenn sowieso eine Sanierung der Heiztechnik, der Gebäudehülle und der Innenräume ansteht, reichen mit einer intelligenten Planung bereits wenige Maßnahmen aus, um den Wohnraum zukunftsorientiert anzupassen. So könnten etwa im Bad eine bodengleiche Dusche eingebaut und die Türzarge verbreitert werden. Die neuen Badezimmertüren sollten nach außen aufgehen, um genug Aktionsradius zu haben.