
Am heutigen Kreisel gab es einst die leckerste Wurst der Rosenstadt:
Gerda Kubaschk weiß genau: Das ist die Spremberger Straße Richtung Cottbus, links Triebeler Straße. Vorn ist ein Zaun, dort habe ich im März 1945 die ersten toten Menschen gesehen. Drei wurden hier aufgeknüpft wegen Feigheit vor dem Feind. Links daneben das Haus ist heute weggerissen. Dort war Dr. Beuth, ein Allgemeinmediziner. Meinem Mann als Tischlerlehrling musste er mehrmals die Finger wieder flicken. Jetzt ist an der Stelle der Kreisel. Rechts das Häuschen war der Konsumkiosk mit Frau Buttermann als Verkäuferin mit einer einzigartigen Bockwurst, die es so heute nicht mehr gibt. Leider. Wenn der Würstchenkocher kaputt war, kam er zu uns, Brusendorff & Schröter, dort habe ich 14 Jahre gearbeitet. Der Würstchenkocher war vom Fett und Räucherrückstände total zugesetzt und sah wirklich nicht appetitlich aus. Mein Chef sagte nur, genau deswegen schmeckt die Wurst so lecker und lachte nur. Deshalb haben wir ihn nicht saubergemacht, sondern nur repariert. So manches Bügeleisen hatten wir da saubergemacht, bevor es wieder ausgeliefert wird. Am Kiosk standen aber auch gern die Alkoholiker, die gab‘s leider damals eben auch schon. Der Schlagballspieler ist auch nicht davon gekommen, der hat einen Verhüterli von Kindern oder Jugendlichen bekommen, was für ein Spaß für die, die hier vorbeikamen!“
Auch Ruth Merting erinnert sich: „Das Bild zeigt den Platz am Wasserturm. Die Statue ist ein Sportler, dem wir als Kinder im Winter etwas um den Hals gehangen haben, damit ihm nicht so kalt war. Im Haus im Hintergrund, Bildmitte, ein Wohnhaus, befand sich die Praxis von Dr. Mähler. Rechts im Bild das war ein Tante-Emma-Laden, wo wir oft einkaufen waren. Rechts geht die Spremberger Straße, links die Muskauer und Tribeler Straße runter. Es war immer ein sehr schön gestaltetes Areal um den Wasserturm.
Thomas Methe schreibt: „Rechts im Bild das Gebäude war einmal ein Kiosk, wo man Bockwurst und andere Sachen kaufen konnte. Das Gebäude wurde aber nach 2003 abgerissen. Heute ist an dieser Stelle eine Autowerkstatt zu finden. Rund um den Wasserturm und dem Stadion fand bis zum Jahr 2007 das Wasserturmfest statt. Ein gerahmtes Foto gewonnen hat Ruth Merting.
Herzlichen Glückwunsch!









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