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Der Lindenplatz ist hier mit der Germania-Figur zu sehen

Statt Autos bevölkerten einst viele Händler den Lindenplatz

Wolfgang Marlow schreibt: „Bei dem Foto handelt es sich um den Lindenplatz. Das Bild wurde vor dem Krieg geknipst. In der Nazizeit hieß er Platz der SA, wahrscheinlich wegen dem Ehrenmal (etwas rechts). Zu dem Ehrenmal kann ich nur soviel sagen, dass es nach dem Krieg abgerissen wurde und welche Bedeutung es hatte, weiß ich nicht. Zu DDR-Zeiten hieß er Goetheplatz. Sonnabend war bis Mittags immer Markttag mit den umliegenden Gärtnereien und danach kamen die Straßenfeger. Ich wohnte damals am Goetheplatz, in der Nr.16. Die Vermieterin war, Frl. Marianne Klopsch. Vor dem Krieg hatte ihr Vater einen Gold und Silberladen im dem Haus und war ein bekannter Uhrmacher in Forst. In den 60-er Jahren waren die Antennenbauer von „Funk & Technik“  in den Laden eingezogen. Das Haus musste dann 1970 einem Neubau weichen.“
Auch Thomas Methe hat den Lindenplatz erkannt. Er schreibt: „Zu sehen sind hier auf dem Lindenplatz die Markttage. Wochen- und Jahrmärkte wurden früher zu jeder Jahreszeit abgehalten. Die Markttage auf dem Lindenplatz erfreuten sich damals bei der Forster Bevölkerung mit großer Beliebtheit. Zu sehen ist auch am Lindenplatz das Kriegsdenkmal mit der Figur der Germania. Dieses wurde zum Gedenken der Gefallenen des Deutsch-Französischen Krieges (1870 bis 1871) im Jahr 1874 errichtet. Mit den politischen Veränderungen die in den 30-er Jahren stattfanden, änderten sich auch die Straßen- und Platzbezeichnungen. So wurde aus dem Lindenplatz in Forst kurz der „Platz der SA“. Aber 1949 hieß er dann Goetheplatz. Seitdem ist auch für das Kriegsdenkmal Schluss. Es wurde abgerissen, da es nicht mehr in die Nachkriegszeit passte. Heute heißt dieser Platz wieder Lindenplatz und dient als Marktplatz. Was bleibt, ist die Erinnerung an den damals belebten Lindenplatz mit den Wohn- und Geschäftshäusern ringsherum. Wolfgang Marlow gewinnt ein reproduziertes Bild. Herzlichen Glückwunsch!