
Peitzer Heilpraktiker Bernd Schulze gibt Tipps für richtige Bewegung
Region (ch). Kürzere und dunklere Tage, nasskaltes Wetter – da nimmt man selbst für einen kurzen Weg zum Supermarkt gerne das Auto. Die gemütliche Couch wird zum Freizeitmittelpunkt. Die Folge – akuter Bewegungsmangel, der nicht selten Rückenschmerzen nach sich zieht. Fast jeder kennt sie. Zwar sind Rückenleiden in der Regel nicht lebensbedrohlich, aber sie können die Lebensqualität stark beeinträchtigen. In der kalten Jahreszeit schenken viele Menschen dem Rücken zu wenig Beachtung oder strapazieren ihn zu stark, wie etwa beim Schneeschippen oder Skifahren. Bilden Betroffene es sich nur ein oder können Minusgrade tatsächlich Rückenschmerzen hervorrufen? Den meisten vermeintlichen kältebedingten Kreuzbeschwerden erteilt Bernd Schulze, Heilpraktiker und Inhaber von Harmony power GmbH, eine Absage. „An schmerzhaften Muskelverspannungen ist in den meisten Fällen Bewegungsmangel schuld – sommers wie winters“, weiß der Heilpraktiker aus der Praxis. Im Winter werden jedoch genau die Stellen, die schon über einen längeren Zeitraum zu wenig Energie (Wärme) aufweisen durch Kälte zusätzlich geschwächt. Mangelnde oder einseitige Bewegung ist die Hauptursache für die Degeneration der Wirbelsäule und für Haltungsschäden. Wer sich da lieber auf die Couch legt und auch zum Briefkasten und Glascontainer nur mit dem Auto fährt, muss sich nicht wundern, wenn es im Rücken zwickt. Daher ist es auch im Winter für den Rücken besser, sich regelmäßig zu bewegen, Sport zu treiben und kurze Strecken zu Fuß zu gehen. Dadurch werden die Rückenmuskeln aktiviert und Verspannungen verhindert. Bewegung ist eines der effektivsten Heilmittel wenn es um Vorbeugung zum Rückenleiden geht. Allerdings bedarf es bei Minusgeraden hohe Überredungskunst um den inneren Schweinehund zum Sport zu überreden. Aber es geht nicht nur darum, wie wir uns bewegen, sondern auch darum, dass wir uns überhaupt viel bewegen. Besonders bei sitzender Tätigkeit ist es wichtig, für den nötigen Ausgleich zu sorgen. Den Tag beispielsweise mit Joggen oder Walken zu beginnen, gibt den Bandscheiben die nötige tägliche Versorgung und Energie. „Bandscheiben werden durch leichtes Zusammendrücken, wie es beim Laufen geschieht, ernährt“ so Bernd Schulze. Der Arbeiter mit ausreichender oder starker körperlicher Belastung hat das obengenannte Problem nicht. Hier lauern eher die Gefahren bei eventueller einseitiger Belastung. Auch wenn der Rücken nach starkem Schwitzen der Kälte ausgesetzt ist, kann es zu Verkrampfungen und Reizungen kommen. Hier ist der körperliche Ausgleich durch Schwimmen zu achten. Der Heilpraktiker verrät uns eine weitere Übung, die so einfach wie wirkungsvoll ist. Dieser Geheimtipp kommt ursprünglich aus dem alten China. Die Chinesen nannten diese Übung „Die Zeit zurück stellen“. Jeden Tag einige Meter Rückwärts gehen. Dabei wird besonders der untere Rücken gestärkt und die Blutzirkulation gefördert. Aber Obacht: Es könnte Anfangs einen schmerzhaften Muskelkater geben, denn es werden Muskeln genutzt, die der Körper bei mangelnder oder einseitiger Bewegung schon fast vergessen hat. Das Trampolinspringen ist ebenfalls eine Möglichkeit dem Rücken und Bandscheiben etwas Gutes zu tun. Dafür gibt es inzwischen schon kleine Geräte für den Haushaltsgebrauch, auch mit entsprechenden Stützen für Ältere. Es ist allerdings zu beachten, dass es keinen Beckenschiefstand gibt, der später einen Bandscheibenvorfall provozieren könnte. Darum ist es nützlich, auch bei geringen Rückenschmerzen seine Wirbelsäule und Haltung durch einen fachkundigen Heilpraktiker untersuchen zu lassen. Auch hier gilt: Prävention ist billiger als eine spätere aufwändige Therapie.
Schreibe einen Kommentar