
Forst (MB). Die Christmette in Forst war in diesem Jahr in vielerlei Hinsicht ein besonderes Erlebnis. Wie schon in den vergangenen Jahren meldeten sich eine Reihe Kinder und Jugendliche, die beim Krippenspiel mitmachen und mithelfen wollten, eine Mischung aus deutschen und muttersprachlich polnischen und russischen Kindern kamen zusammen. Bereits bei den Proben stellte sich heraus, dass immer einige durch Krankheit oder andere dringende Termine fehlten. So gab es keine einzige Probe, bei der alle Spieler dabei waren. Und als dann die Maria mit RS-Virus drei Tage vor Heilige Abend absagte, wurde es echt schwierig. Ein kleines Mädchen, 4 Jahre, die eigentlich die Rolle eines „Mitlaufengels“ hatte, wurde bei der Generalprobe überredet, die Rolle der Maria als stumme Rolle – den Text sprach jeweils die Leiterin des Krippenspiels für sie – zu übernehmen. Einen Tag vor Heilig Abend wurde dann auch noch einer der Hauptengel krank. Diese Rolle übernahm ganz spontan ein Teeny, die eigentlich in diesem Jahr nicht beim Krippenspiel mitmachen wollte. So kam der Heilige Abend. Die kleine Maria weigerte sich, den blauen Mantel anzuziehen, ließ sich aber schweren Herzens auf die Rolle ein. Doch nach der Herbergssuche wollte sie nur noch zu Mama. So war der heilige Josef allein unterwegs und suchte eine Herberge. Ganz allein war er im Stall bei seinem Pflegesohn. Doch als die Hirten sich auf den Weg zum Stall machten, war auch eine auf einmal eine Maria da. Die kleine Schwester des Heiligen Josef, die wirklich Maria heißt, setzte sich zu ihrem Bruder und zum Jesuskind und übernahm ganz spontan die Mutterrolle. So wurde das Krippenspiel in diesem Jahr zu einem spannenden Abenteuer für alle, die in der Kirche waren.
Am Ende der Christmette wurde das Lied „Stille Nacht“ jeweils eine Strophe in sechs verschiedenen Sprachen gesungen, in Deutsch, Polnisch, Vietnamesisch, Ukrainisch, Portugiesisch und Russisch. Sicher für alle Anwesenden ein besonderes Erlebnis.
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