Das „Hohe C“ war hier noch ein besonders feines Café am Dreifert-Eck.

Klaus Reiter aus Cottbus „…Nicht ganz einfach, aber wir sind in Cottbus. Wir sind auf dem Altmarkt und schauen Richtung Berliner Str. Gut zu lesen ist Otto Friedland, Haus Nr. 12, seine ‘Colonialwarenhandlung’ ergänzte sich durch eine Kaffee-Großrösterei und eine bekannte Kornbrennerei. ‘Alter Cottbuser Korn’ war sehr bekannt. Er war gesellschaftlich sehr aktiv, er war Mitglied im Verschönerungsverein, er stiftete 2 Kirchenglocken. Er starb 1925. Links daneben war ein Schreibwarenladen und rechts daneben ist das Zigarrengeschäft Wollsdorf. Oben drüber wohnte eine Frau John deren, beide Pudel ich oft ausführte. Daneben führt eine kleine Gasse zur Klosterstr. Auf der linken Seite war das Stadtmuseum, dahinter Eisenwarenhandlung Noack (Turmspitze). Jetzt steht dort das neue Rathaus.
S. Sachse mailt: „Die Häuser auf der rechten Seite sind erhalten oder in Kopie neu erbaut – bis hin zu dem höchsten Haus in der Mitte des Bildes. Das war das ‘Hohe C’, ein feines Café auf zwei Etagen. Oben saß man, wenn Platz war, auf dem Balkon und beobachtete das Geschehen in der Sprem oder am Dreifert-Ecke gegenüber, das hier gerade noch ins Bild ragt. Es überstand den II. Weltkrieg nicht. Das ‘Hohe C’ hatte seinen Namen, weil es mit einem auffällig großen ‘C’ in Frakturschrift warb, das Haus, wie zu sehen, hoch über die Giebel ragte. Das macht es heute noch, aber ohne den Gründerzeit-Schmuck.“
Auch Manuela Fischer aus Cottbus erkennt das alte Motiv „Zu sehen ist der Altmarkt in Verlängerung die Berliner Str.
Rechts zu sehen das Geschäft Friedland mit eigener Kaffeerösterei. Davor war das Zigarrengeschäft Wollsdorf. Dahinter das Papier- und Schreibwarengeschäft. Eine Kornbrennerei im Hof hatte das kleine Kolonialwarengeschäft von Otto Friedland. Das Haus mit Türmchen vorn war das Eisenwarengeschäft von Noack, heute das Neue Rathaus. Eine sehr schöne Ansicht und Erinnerung an gute Zeiten.“

Frank Irmer aus Cottbus schreibt „Wir sind in Cottbus. Wir stehen auf dem Altmarkt und schauen gen Westen zur Berliner Straße. Von links wirft das Alte Rathaus seinen Schatten, auch auf die Gleise der Elektrischen. Links am Bildrand sehen wir, erbaut 1896/97, das Dreifert- Haus. Nach überstandenem Krieg viel es 1945 einer Brandstiftung zum Opfer. An den unbebauten Platz kann ich mich noch erinnern, es stand ein Zeitungskiosk dort (siehe Ang. Bild aus der Gegenrichtung).
Im rechten,1891 erbauten Haus, konnte man(n) Zigarren bei Wollsdorf erwerben. Eins weiter roch es nach Kaffee bei Otto Friedland. Drei Häuser weiter, in der Nr.: 9, befand sich in der ersten Etage das Café Central, „Hohes C“. Im Erdgeschoss und Keller residierte die Orthopädie Seidel. Das Haus davor, die Nr.:10, wurde in den 1979/80igern völlig neu aufgebaut, was an der Fassade nicht zu bemerken ist. Die Häuser nach Café Central existieren so nicht mehr und war nach Kriegsende eine Trümmerwüste. Das Eckhaus mit der Nr.:8 wurde in Richtung Klosterkirche durch einen Neubau ersetzt. Danach schließt sich die Freifläche mit der Sonnenuhr an. Ganz weit hinten, in der Ferne glaube ich die Spitzen der Häuser, Hotel „Weißes Ross“, am Berliner Platz zu erkennen.“
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