Neuer Erinnerungsort für Sternenkinder

Grabfeld für Kinder in Forst, die vor, während oder
kurz nach der Geburt verstorben sind.

Mit einer Feierstunde in der Kleinen Kapelle hat die Stadt Forst am 8. Juli das neue Sternenkinder-Grabfeld auf dem Hauptfriedhof offiziell eingeweiht.
Mit einer Feierstunde wurde das neue Sternenkinder-Grabfeld auf dem Hauptfriedhof in Forst offiziell eingeweiht. Der naturnah gestaltete Erinnerungsort bietet Familien einen würdevollen Platz für Trauer, Trost und stilles Gedenken.
Luftbild: Frank Junge

Forst (MB). Mit einer Feierstunde in der Kleinen Kapelle hat die Stadt Forst am 8. Juli das neue Sternenkinder-Grabfeld auf dem Hauptfriedhof offiziell eingeweiht. Der besondere Erinnerungsort soll Familien, die ihr Kind während der Schwangerschaft, vor, bei oder kurz nach der Geburt verloren haben, einen würdevollen Platz für Trauer, Erinnerung und Trost bieten.

Die Idee für das Grabfeld entstand aus Anregungen von Bestattungsunternehmen, Hebammen, Trauerrednern und Seelsorgern sowie aus persönlichen Erfahrungen betroffener Familien. Ziel war es, einen geschützten Ort zu schaffen, an dem Trauer sichtbar werden darf und Betroffene einen Raum zum Abschiednehmen finden.

Das neue Grabfeld wurde im Rahmen der Friedhofsentwicklungskonzeption auf einer bislang ungenutzten Grünfläche des Hauptfriedhofs angelegt. Die zentral gelegene und barrierefrei erreichbare Anlage fügt sich harmonisch in die denkmalgeschützte Umgebung ein.

Das rund 34 Meter lange und 7,5 Meter breite Areal ist naturnah gestaltet und von einer Hecke umgeben. Eine hölzerne Brücke symbolisiert den Eingang in den „Sternenhimmel“. Als Grabzeichen dienen unterschiedlich große Sterne, die mit einer Einfassung aus Granitpflaster versehen sind. Dort können Blumen, Kerzen oder persönliche Erinnerungsstücke abgelegt werden. Auf Wunsch kann zudem ein Namensschild des Kindes angebracht werden.
Holzbänke laden zum Verweilen ein, während Hortensien, Edelrosen, Hochstammrosen und Stauden für eine ruhige und würdevolle Atmosphäre sorgen.
Mit dem Sternenkinder-Grabfeld erweitert die Stadt Forst ihr Angebot auf dem Hauptfriedhof um einen wichtigen Baustein einer modernen Trauer- und Bestattungskultur. Zugleich soll der neue Erinnerungsort ein Zeichen des Mitgefühls setzen und deutlich machen, dass auch die oft stille Trauer um ein Sternenkind ihren Platz in der Gesellschaft hat.

Die Stadt dankt allen Beteiligten, die die Planung und Umsetzung des Projekts unterstützt und damit zur Entstehung dieses besonderen Ortes beigetragen haben.

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