FC Energie: Was für ein Wahnsinn in Wolfsburg!

FC Energie: Was für ein Wahnsinn in Wolfsburg!
10 Minuten vor den Anpfiff war die Haupttribüne der Volkswagen Arena nur spärlich gefüllt. Dementsprechend gaben die lautstarken FCE Fans den Ton an. Foto: Falk Eppert

Energie holt nach 0:3-Rückstand noch ein 4:4 und beweist eindrucksvoll Charakter und Moral.

Wolfsburg. Mein erstes Auswärtsspiel seit über 10 Jahren. Dass es dann gleich so ein wahnsinniges Spiel werden würde, hatte ich nicht erwartet. Über 3.500 Fans hatten sich auf den Weg nach Wolfsburg gemacht. 10 Minuten vor den Anpfiff war die Haupttribüne der Volkswagen Arena nur spärlich gefüllt. Dementsprechend gaben die lautstarken FCE Fans den Ton an. Der Start in die Partie hätte nicht schlechter laufen können. Durch einen berechtigten Elfmeter lag Energie schon nach 4 Minuten zurück. Mit dem Ball sah das Spiel unseres FCE in vielen Phasen sehr gut aus. Aufgrund individueller Fehler und schlechter Rückraumabsicherung stand es nach 35 Minuten 3:0 für den VfL Wolfsburg. Die Fans feuerten unsere Mannschaft dennoch unermüdlich weiter an. Zum psychologisch günstigen Zeitpunkt erzielte Luca Erlein mit dem Pausenpfiff das 3:1. „Pele“ Wollitz reagierte und brachte 3 frische Kräfte für die 2. Halbzeit. Der Trainer schien die richtigen Schlüsse und die passende Ansprache gefunden zu haben.
Energie dominierte Wolfsburg gut 20 Minuten lang. Spielerisch auf hohem Niveau, erarbeitete sich das Team mehrere Chancen. Das Selbstvertrauen war zur. Kein Ball wurde verloren gegeben. Die Tore von King Manu und Tolcay Cigerci führten zu einer wahren Gefühlsexplosion im Gästeblock. Es war unheimlich laut. Danach war es ein offener Schlagabtausch. Beide Mannschaften hatten Chancen auf weitere Tore. Das 4:3 in der 79 Minute war ein kleiner Nackenschlag. Mit den Fans im Rücken, glaubte das Team um Kapitän Borgmann weiter an sich und erzielte in der Nachspielzeit den verdienten 4:4 Ausgleich. Energie Cottbus hat in den bisherigen 5 Pflichtspielen schon fast alle Höhen und Tiefen erlebt, die sonst für eine komplette Halbserie reichen würden. Die Mannschaft hat Charakter, viel Qualität und eine gehörige Portion Moral. Am 13.09.26 beim Karlsruher SC gilt es, all das in die Waagschale zu legen und die eigenen Fehler zu minimieren. Falk Eppert
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