Kaminofen schafft wohlige Wärme

Angenehme Wärme – auch bei Stromausfall.

Ein Kaminofen steht für Gemütlichkeit zu Hause, kann aber auch die Wärmeversorgung ergänzen. Fachgerecht geplant, versorgt er bei einem längeren Stromausfall den zentralen Wohnbereich verlässlich mit Wärme. Foto: Hark/txn

Region. Ein längerer Stromausfall ist in Deutschland selten – im Ernstfall verändert er das Leben innerhalb weniger Stunden. Das zeigte Anfang 2026 der mehrtägige Stromausfall im Berliner Südwesten: In Zehntausenden Haushalten blieben nicht nur Licht und elektrische Geräte aus, auch Heizungen und Warmwasser waren betroffen. Für viele Eigenheimbesitzer war das ein Anlass, die Wärmeversorgung nicht nur nach Effizienz und Komfort, sondern auch nach Ausfallsicherheit zu betrachten.

Zentrale Heizsysteme benötigen in der Regel elektrische Energie – für Pumpen, Steuerungen, Gebläse oder Regeltechnik. Ohne Strom lässt sich keine Wärme mehr erzeugen. Eine empfehlenswerte Ergänzung ist der Kaminofen. Mit Scheitholz betrieben, benötigt er im Grundbetrieb weder Strom noch Gas. Er kann bei einem längeren Blackout den zentralen Aufenthaltsraum weiter mit Wärme versorgen, wenn andere Technik vorübergehend ausfällt.

Aber natürlich ist ein Kaminofen deutlich mehr als eine technische Notlösung. Für viele beginnt das Interesse am Ofen mit dem Blick ins offene Feuer, das zum Mittelpunkt im Raum wird und Wärme unmittelbar erfahrbar macht.
„Ein Kaminofen sollte nicht aus einem Krisengefühl heraus gekauft werden, sondern als durchdachte Ergänzung der Haustechnik“, sagt Ingo Schultz, Ofenbaumeister beim Kamin- und Ofenhersteller Hark. „Entscheidend ist, dass Leistung, Nutzung und Aufstellort geprüft werden. Nur dann passt der Ofen zum Alltag – und bietet im Ausnahmefall zusätzliche Sicherheit.“

Damit aus dem ersten Wunsch eine tragfähige Entscheidung wird, ist Beratung wichtig. Vor dem Kauf sollte geklärt werden, welcher Raum tatsächlich beheizt werden soll, wie groß der Wärmebedarf ist und wie der Ofen später genutzt wird. Ebenso wichtig ist die Prüfung der technischen Voraussetzungen. Eine Feuerstätte muss zum Gebäude passen und vor der Nutzung vom Schornsteinfeger abgenommen werden.

Für eine erste Orientierung empfiehlt sich das Gespräch in einem Kaminstudio. Dort können Hausbesitzer klären, welche Bauart zu ihrem Gebäude passt und welche Leistung sinnvoll ist. Modelle und Ausstattungen lassen sich direkt vergleichen. So ist sichergestellt, dass der Ofen nicht nur gut aussieht, sondern eine verlässliche Funktion im Gesamtsystem des Hauses übernimmt. txn

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