Altes Forst: Hilfsschule tauschte Platz mit katholischer Volksschule

Hilfsschule
Die Hilfsschule auf dem Gutenbergplatz

Auf dem Gutenbergplatz befand sich bis 1922 die Volksschule V, der damals einzigen katholischen Schule der Stadt. Damals waren alle Schulen konfessionsgebunden.
Eine Hilfsschule befand sich seit Mai 1904 in Berge, mit drei Klassen im Haus selbst, zwei wurden außerhalb notdürftig unterrichtet. 1922 wurde deshalb getauscht: Die Hilfsschule kam komplett an den Gutenbergplatz, die katholische Volksschule zog in die Räume der ehemaligen Hilfsschule in den östlichen Teil der Stadt. Die Bildungsstätte hieß seitdem „Pestalozzischule“. In den 20er-Jahren wurden hier mit 5 Lehrern rund 100 Schüler und fünf Klassen unterrichtet. Leider wurde das Gebäude im Krieg vernichtet. Die Hilfsschule zog 1975 in die Frankfurter Straße 48, schreibt Leserin Elfriede Bonkatz.
Nach der Wende schließlich traten die Mängel des Gebäudes immer mehr zu Tage. Ab Mitte der 90er-Jahre kamen die Schüler in Groß-Schacksdorf unter und fanden dort am Wald ideale Bedingungen vor. Gegenwärtig lernen dort unter Rektor Reiner Ulbrich 102 Kinder im Alter von 6 – 17 Jahren in 12 Klassen.
Die Kinder und Jugendlichen haben gemein, dass sie „umfänglich und langandauernd in ihrem Lernen beeinträchtigt“ sind und so einer darauf eingerichteten Pädagogik bedürfen. Nun soll nach Plänen der Kreisverwaltung die Schule wieder verlegt werden, da die Pestalozzischule mit der Förderschule in Guben zusammen gelegt werden soll. Als neuer Standort ist die ehemalige Grundschule auf dem Pestalozziplatz zur Zeit der Favorit. Damit käme sie zurück in die Stadt und ganz in die Nähe des Ursprungs.

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