Das Eckhaus erinnert an eine Liebesgeschichte aus Strittmatters „Laden“.

Wolfgang Marlow aus Forst schreibt: „Wir sind in Spremberg auf der Georgenstraße. Die Kleidung der Leute sagt mir, dass das Foto schon etwas älter ist. Die Georgenstraße befuhr ich von 1993 bis 1996, als ich als Kranführer das neue Kraftwerk in Schwarze Pumpe mit aufbaute. Von der Forster Straße kommend, an der ehemaligen Panzerkaserne vorbei, unter der Eisenbahnbrücke durch, befand ich mich schon auf der Georgenstraße. Ich fuhr den Berg hinab und gleich hinter der Brücke der Kleinen Spree (links im Bild), musste ich rechts in die Pfortenstraße einbiegen, um eine Kollegin abzuholen. Von der Blickrichtung her auf dem Foto bin ich schon auf der Heimfahrt. Es geht wieder den Berg rauf, und recht im Bild hinter der Hecke befindet sich ein Supermarkt.“
Literarisch inspiriert fühlt sich Renate Brucke aus Bohsdorf: „Ich erkannte die Straßenführung und das linke Haus sofort: Es ist Spremberg mit der Georgenstraße. In diesem Mehrfamilienhaus wohnte in den zwanziger Jahren u. a. die Familie des Rechtsanwalts Scharlach, uns bekannt durch Erwin Strittmatters zweiten Teil ‘Der Laden’ und hier SPADI genannt. Diese fiktionale Liebesgeschichte mit der Tochter Ilonka Spadi gehört sicher zu den berührenden Szenen im autobiografischen Roman. Immer wenn ich hier vorbeigehe bzw. fahre, muss ich an Ilonka Spadi denken – eindrucksvoll Spremberg sein. Im alten Guben gibt es zwar eine ähnliche Ansicht mit einer Brücke über die Lubst (einem Nebenfluß der Neiße, heute in Gubin) und Berge im Hintergrund, aber die Bebauung ist anders. Auch in Döbern, das ich flüchtig kenne, ist mir dieses Motiv nicht aufgefallen. Ich denke mit Spremberg liege ich richtig.“

Aus Horn in der Schweiz schreibt uns Regina Koltermann: „Da muss ich gar nicht raten, das ist Spremberg. Obwohl ich seit 43 Jahren nicht mehr in Spremberg wohne, erinnere ich mich noch gut daran, dass die Strasse zum Georgenberg führte. Im Vordergrund ist die Brücke der Spree. Links war die Bergstrasse. Dort befand sich in einer alten Villa die Pestalozzi-Hilfsschule, in der ich als junge Lehrerin tätig war. Ich lese den Märkischen Boten online und freue mich immer sehr über interessante Beiträge von meinem Geburtsort Spremberg. Vielen Dank.“
Frank Irmer aus Cottbus : „Es ist die Brücke, die zum alten Georgenberg führt. Links auf dem Bild sieht man das Gebäude, in dem heute ein Seniorenzentrum seinen Sitz hat. Bis auf das zweite Haus (heute ein Grieche) ist fast alles beim Alten. Die historische Forster Brücke wurde in den 1880er Jahren neu gebaut. Damals erhielt die Brücke auch Eisengeländer sowie einen Holzbelag (ähnelt damit sehr der Langen Brücke), wurde dann verbreitert und erhielt einen Fußgängerweg. Links hinter der Brücke sieht man die ehemalige Fabrik/Villa Levy, des jüdischen Tuchfabrikanten.“
Auch Jens Pumpa aus der Rostocker Straße in Cottbus kennt diese Ecke: „Links hinter der Brücke sieht man die ehemalige Villa des Tuchfabrikanten Levy. Neben der Villa (links im Bild) war in dem kleinen Gebäude die bekannte Gaststätte ‘Georgenberg-Quelle’, im Volksmund ‘Totenschänke’ genannt. Die historische Forster Brücke wurde in den 1880er-Jahren neu gebaut.“
Aus der Forster Inselstrasse schreibt Klaus Jost: „Das Foto zeigt diesmal Spremberg und zwar die Straße von der Innenstadt in Richtung Georgenberg. Rechts befindet sich heute ein Parkplatz. Weiter oben links stand eine Tuchfabrik, die abgerissen wurde.“
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