Wer jetzt vor den Tagen des vielen Feierns schon Termine für Anfang 2026 sortiert, hat auch die traditionsreiche Cottbuser Handwerkermesse im Auge. Sie heißt „HANDWERKER – Messe trifft Markt“ und wird am 24. und 25. Januar von der CMT in der Messe am Stadtring veranstaltet. 120 Aussteller haben schon gebucht, darunter die SPN-Sparkasse, deren Cottbuser Vorgänger diese Messe 1991 mit 20 Ausstellern im einstigen Partei-Speisesaal in der Breitscheidstraße erfand. Viele hundert Aussteller wurden’s dann Jahr um Jahr, in Zehntausenden wurden die Besucher gezählt. Welche Umsätze dabei in die Auftragsbücher gerieten, hat vermutlich nie einer errechnet.
Die Handwerkermesse gehört zu den Erfolgsgeschichten der Region, auch wenn sie zuletzt leicht dümpelte. Jetzt aber gibt die CMT richtig Gas und verspricht auch Neues, zum Beispiel Podien für innovative Start-Ups und eine Partnerschaft mit der Stadt Spremberg, die 725. Jubiläum feiert. Treiber des Messeerfolgs waren all die Jahrzehnte die Kreishandwerkerschaft und später die Handwerkskammer – logisch. Beide haben in diesem Oktober ihre Beteiligung an dieser Messe abgesagt. Das ist alles andere als logisch. Weder das Bauhandwerk noch andere Branchen neigen dazu, sich satt zurückzulehnen. Das Südbrandenburger Handwerk nennt sich zwar, abgesehen von Bau- und Ausbauhandwerk, im Herbst 2025 „überwiegend stabil“, aber die Auftragsreichweite hat sich laut Handwerkskammer-Notiz auf magere 8,5 Wochen verringert. Ob sich das durch „Miss-Wahlen“, wie sie die Handwerkskammer gerade ausschreibt, oder durch andere ausschließlich interne Aktivitäten verbessern lässt, mag bezweifelt werden. Die Meisterinnen und Meister sind es selbst, die ihre Körperschaften tragen und, wie oft erlebt, ihnen auf die Finger sehen. Ob ihnen der Rückzug vom Marktplatz guter Geschäfte gefällt – wer weiß… J.H.
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