Teppich muss dauerhaft liegen bleiben

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Wer bei der Verlegung von Fußböden auf Nummer Sicher gehen will, ist bei Fußbodenverlegebetrieben gut aufgehoben, aber auch Malerhandwerker beherrschen diese Arbeiten, wie hier Malermeister Thomas Nickel aus Cottbus Foto: Jens Haberland

Untergrund und Material legen Verlegemethoden für Teppichböden fest:
Region (MB). Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Teppichboden verlegt werden kann. Welche Art die beste ist, hängt vom Unterboden, der Art, wie der Boden genutzt wird und persönlichen Vorlieben ab. Wer den Boden später noch einmal wiederaufnehmen möchte, sollte den textilen Bodenbelag nicht vollflächig verkleben.
Klebeband fixiert
Das doppelseitige Klebeband ist eine häufig praktizierte Art, wie Teppichboden ausgelegt und befestigt wird. Von Teilen der Teppichindustrie wird diese Methode als nicht besonders elegant erachtet und gilt dort allenfalls als Provisorium. Wenn der Teppich auf einen anderen Nutzboden gelegt wird, der nicht beschädigt werden darf, ist das doppelseitige Klebeband jedoch ideal. Infrage kommt diese Verlegeart für kleine bis mittlere Räume, in denen keine Nähte erforderlich sind. Dies gilt eingeschränkt auch für alle Arten der Fixierung, wobei weniger dimensionsstabile Beläge mit Naturfasern im Grund- oder Rückenmaterial besonderer Beachtung bedürfen. Zu dieser Gruppe zählen auch viele Teppichböden mit Vliesrü­cken. Hier sind die Verlegehinweise des Händlers oder Herstellers zu beachten. Wichtig: Vliesrücken sollte nach Möglichkeit vollflächig fixiert werden, um Wellenbildung nach kurzer Liegezeit zu vermeiden.
Dauerhaft verklebt
Bei vielen Verbrauchern haben Klebstoffe aus Umweltgründen einen schlechten Ruf und sind daher unbeliebt. Allerdings gibt es mittlerweile sehr emissionsarme, lösemittelfreie Dispersionsklebstoffe, die von einigen Herstellern als „EC 1-Produkte“ gekennzeichnet sind und Nachteile früherer Klebstoffgenerationen nicht aufweisen. Für Teppichböden können sie in allen Bereichen angewendet werden. Nur bei dem Anbringen von textilen Belägen auf Treppen (Fasern auf Fasern) sind heutzutage noch lösungsmittelhaltige Kontaktklebstoffe, sogenannte Neoprene, notwendig.
Kletten, klicken & Co.
Alternative Verlegemethoden werden immer beliebter. Zu ihnen gehört das Verlegen auf Klettbändern oder anderen, mechanisch wirkenden Verlegesystemen, die bei Teppichböden mit Vliesrücken anwendbar sind.
Wichtige Unterschiede
Grundsätzlich gelten alle Verlegearten neben dem Kleben als alternativ und reduzieren die Gewährleistung. Nur wenn der Textilbelag dauerhaft und fest durch Kleben mit dem Untergrund verbunden ist, gilt eine Frist von fünf Jahren. Doch es gibt auch Ausnahmen. So gewähren einige Hersteller auf bestimmte alternative Verlegemethoden dennoch die volle Gewährleistung. Der Fachbetrieb informiert zu den Garantiebedingungen.


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