Einst Schule, heute Museum

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Das Riesenrad ist der Hingucker der neuen Kostebrauer Spielzeugausstellung. Es ist nicht nur beleuchtet, sondern dreht sich auch Fotos: T. Richter-Zippack

Kostebrauer Heimatverein arbeitet die Geschichte der Heimat auf:
Kostebrau (trz). Kostebrau ist in der Niederlausitz ein ganz besonderer Ort. Da wäre zum einen die idyllische Lage in einer erstaunlich bewegten Landschaft. Kein Wunder, das Kostebrau gern als „Bergdorf“ bezeichnet wird. Doch das ist längst nicht alles. Da gibt es auf der höchsten Stelle die Kirche und gleich daneben das alte Schulgebäude. Dort wird allerdings längst nicht mehr unterrichtet, sondern ist die Schule Heimstätte eines wunderschönen Heimatmuseums. Der örtliche Heimatverein erzählt anschaulich die reichhaltige Historie des Ortes. So begeht das Dorf im Jahr 2021 die 600. Wiederkehr seiner urkundlichen Ersterwähnung. Jetzt, also kurz vor Weihnachten, präsentiert sich das kleine Museum im Lichterglanz.
Neue Ausstellung
Mehr noch: Am Sonnabend, 12. Dezember (14 Uhr), wird eine Spielzeugausstellung eröffnet. Bürger aus Kostebrau sowie der nähreren und weiteren Umgebung präsentieren ihre Puppen, Autos, Bauklötzchen und vieles mehr. Höhepunkt ist ein beleuchtetes Riesenrad, Marke Eigenbau. Das von der Familie Glowasky gestiftete Exponat soll mindestens bereits 60 Jahre alt sein. Darüber hinaus präsentiert ein Sammler aus Dresden seine Sandmann-Ausstellung, teilt Vereinschefin Ingeborg Mittag mit. Die Schau ist bis zum 15. Januar zu sehen. Geöffnet ist jeweils an den Sonntagen zwischen 14 und 18 Uhr sowie nach Voranmeldung beim Heimatverein.
Und noch etwas ganz Besonderes: Zum ersten Mal dreht sich vor dem Museum eine 3,20 Meter hohe Holzpyramide. Gebaut hat diese der Kostebrauer Dieter Paukisch. Derzeit werden noch die entsprechenden Figuren gedrechselt. Es ist geplant, die für das Dorf typischen Berufe darzustellen, und zwar jeweils einen Bergmann, Glasbläser, Koch, Vogelfänger und Schäfer. In voller Pracht wird die Pyramide dann im Advent 2016 zu bewundern sein.
Altes Ortsschild
Im zu Ende gehenden Jahr haben bislang um die 1000 Menschen das Museum besucht. In der vergangenen Zeit gab es immer wieder spannende Sonderausstellungen. Dauerhaft zu sehen sind wertvolle Exponate aus der Ortsgeschichte. Beispielsweise ein originales Ortseingangsschild aus DDR-Zeiten, historische Straßenschilder, uralte Ansichtskarten und vieles mehr.
Übrigens hat der Heimatverein auch für das Jahr 2016 wieder einen Kostebrau-Kalender herausgebracht. Dieser zeigt alte Gewerke. Zu haben ist das Werk für sechs Euro im Heimatmuseum. Wer einen erwerben will, sollte sich beeilen. Denn die Kalender sind sehr begehrt und daher schnell ausverkauft.