Bei Sonne und Regen Spannung am Hahn / Mit Lampions durchs Katzendorf / Tanz in die Nacht.






Cottbus-Ströbitz (h.) Drei tolle Tage hat der westliche Stadtteil vergangenes Wochenende erlebt: das Erntefest, ein Ereignis mit langer Tradition und dem Hahnrupfen als Höhepunkt. Seit 1993 wird das spannende sportliche Spiel in wendischer Tradition wieder betrieben. Manfred Peters, einer der Gründer des Ströbitzer Bürgervereins und langjähriger 2. Vorsitzender, ist selbst noch als junger Bursche „um den Hahn“ geritten. Mit der Kollektivierung der Höfe verschwanden die Pferde und auch dieses Ritual, Jetzt saß „Manne“ mit seiner Frau Helga in vorderster Reihe am Feldrand, und beide erlebten begeistert, wie ihr Enkel Karl als 2025er Erntekönig geehrt wurde. Wie in den Dörfern des Vorspreewaldes leben auch in Ströbitz (1950 zu Cottbus eingemeindet) die wendischen Traditionen durch das Übertragen in den Familien.
Die nachwachsende Jugend organisiert sich lose und übernimmt Jahr um Jahr die umfangreichen Vorbereitungen der Feste, von der Wendischen Fastnacht über Maibaumaufstellen und Erntefest mit Hahnrupfen und Tanz bis zum Lichterfest im Advent. Im Hintergrund ordnet ein erfolgreicher Bürgerverein unter Vorsitz von Detlef Buchholz mit engen Kontakten zu allen Ebenen der Stadtverwaltung den Zusammenhalt. Der festigt sich, auch mit Angeboten für die vielen Neubürger in den neuen Eigenheimen und Stadtrandvillen, im gemütlichen Beieinander bei Musik und Tanz auf dem Nevoigtplatz. Dort gab es am Sonnabendnachmittag auch wieder die große Kuchen- und Plinzeauswahl – eine Aktion der Altvorderen, die hier von ihren Erlebnissen bei früheren Erntefesten viel zu erzählen hatten.
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