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Die zahlreichen Ausbildungsmöglichkeiten im Gesundheitswesen verbindet Zukunftssicherheit mit einem gutem Gefühl für das Gemeinwohl tätig zu sein

Region (ik). Deutschland hat aktuell einen erheblichen Fachkräftemangel. Besonders kritisch sieht es dabei im Gesundheitswesen im Allgemeinen und in Pflegeberufen im Speziellen aus.
Reform der Pflegeausbildung
Zwischen 2005 und 2015 stieg die Zahl der Pflegebedürftigen in Brandenburg bereits um 52 Prozent, sprich auf fast 112.000 Menschen, wie eine im November 2018 veröffentlichte Studie des Institut für Strukturpolitik und Wirtschaftsförderung (ISW) in Halle (Saale) festgestellt worden ist. Der Prognose nach, sollen im Jahr 2030 etwa 166.000 Menschen in Brandenburg Unterstützung benötigen. Um das zu stemmen und den Beruf attraktiver zu gestalten, wurde vom Bund die Reform der Pflegeausbildung verabschiedet. Bislang gibt es für die Krankenpflege, Altenpflege und Kinderkrankenpflege getrennte Ausbildungen. Seit diesem Jahr ist die Ausbildung in den ersten beiden Jahren aus gemeinsamen bzw. fachübergreifendem Unterricht und praktischem Teil bestehen. Wer also eine Lehre in der Pflege beginnt, kann in diesem Sinne in allen Bereichen gleichermaßen arbeiten. Auf diese Weise wird den Auszubildenden auch Abwechslung ermöglicht. Anschließend hat man die Möglichkeit einen generalistischen Abschluss zu machen, sich zu spezialisieren oder als Pflegeassistent direkt in den Beruf einzusteigen. Dabei mag die Bezahlung in dieser Branche durchaus in Verruf geraten sein, wirft man allerdings einen Blick auf die 21 untersuchten Branchen vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), so liegt das Ausbildungsgehalt von Kranken- oder Altenpfleger im oberen Segment auf Platz 8. Dennoch darf nicht vergessen werden, dass hier sehr spezielle Anforderungen verlangt werden. Neben dem Bedürfnis helfen zu wollen, sollte man auch physisch sowie psychisch belastbar sein, da man oftmals direkter Ansprechpartner für die Betroffenen ist. Man braucht also auch ein gewisses Gespür für die Probleme und Bedürfnisse der Pflegebedürftigen. Potentielle Arbeitsplätze gibt es bei Pflegediensten, Altenpflegeheimen, Wohnheimen für Menschen mit Behinderungen oder auch Krankenhäuser.
Andere Ausbildungsmöglichkeiten
Das Gesundheitswesen bietet allerdings noch viele weitere interessante Karriereperspektiven. Neben den rechtlich nicht geregelten, freien Gesundheitsberufen wie Fitnesscoach, Wellnesstrainer, Heil-, Ernährungs- und Gesundheitsberater gliedert der Gesetzgeber die geregelten Gesundheitsberufe in die drei Kategorien Heilberufe, Berufe nach Berufsbildungsgesetz sowie Berufe nach der Handwerksordnung (sog. Gesundheitshandwerke).
Zu den Heilberufen gehören Tätigkeit, die die Heilung von Krankheiten bzw. die medizinisch-unterstützende Behandlung und Betreuung von Patienten umfasst. Hierzu zählen unter anderem der Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger, Rettungsassistent, Diätassistenten, Logopäden, Ergotherapeuten, Masseur oder den Notfallsanitäter. Daneben gibt es die Berufe nach dem Berufsbildungsgesetz, wozu Ausbildungen zum Zahn- oder Tiermedizinischen Fachangestellten sowie pharmazeutisch-kaufmännischen Angestellten zählen. Auch im sogenannten Gesundheitshandwerk gibt es unzählige Möglichkeiten tätig zu werden. Hierzu zählen beispielsweise Augenoptiker, Hörgeräteakustiker oder Orthopädieschuhtechniker.
Wer gerne mit Menschen arbeitet und viel Geduld und Empathievermögen mitbringt, ist hier also bestens aufgehoben. Die Auswahl ist endlos.
Pflegeberufe als Studiengänge
Wer der praktischen Ausbildung eine theoretische vorzieht, für den bietet ein Studium ebenfalls sehr gute Aufstiegschancen. Zahlreiche Ausbildungen gibt es auch einen entsprechenden Studiengang. Hierbei wird man später jedoch eher Managementaufgaben oder die Unternehmensführung von Betrieben übernehmen. Man hat dabei die Wahl zwischen einem Vollzeit-, berufsbegleitendem oder dem dualem Pflegestudium. Praxis und Theorie laufen dabei komplett über die jeweilige Hochschule. Grundsätzlich ist aber in wohl keinem anderen Arbeitsbereich eine Stelle so garantiert wie im Gesundheitswesen.







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