
Pfarrer im Ruhestand, Dietwald Frenzel, malt abgebaggerte Gotteshäuser:
Spremberg (trz). Dietwald Frenzel hat sie allesamt gekannt, von außen und innen. Und zwar die Kirchen in Jessen, Stradow, Groß Buckow und Wolkenberg. Die Gotteshäuser eint ein Schicksal: Sie wurden durch den Tagebau Welzow-Süd abgebaggert, die erste bereits 1972, die letzte 1993. Erhalten blieben neben dem hölzernen Wolkenberger Glockenturm, der heute in Pritzen steht, lediglich Bilder und Erinnerungen. Jetzt hat sich Pfarrer Frenzel der Gotteshäuser wieder angenommen. Diesmal auf künstlerische Art. Nämlich mit Farbe und Pinsel. Der Pastor zeichnete das Kirchen-Quartett, das durch ein Holzkreuz zusammengehalten wird. Zwar waren die Kirchen, so weiß der Pfarrer, bis zu ihren Sprengungen im Großen und Ganzen baulich in Ordnung. Dennoch seien die Gebäude von ihm idealisiert auf Acryl gebracht worden. Sie sehen fast wie neu aus. Frenzel war letzter Pfarrer in Groß Buckow, zuvor bereits Gemeindediakon in Jessen. Nach der Vollendung der Spremberger Auferstehungskirche im Jahr 1994 wirkte der gebürtige Nieskyer bis zur Jahrtausendwende in diesem Ensemble. „Mit meinen Bildern will ich erreichen, dass die vier verschwundenen Kirchen nie vergessen werden“, begründet Dietwald Frenzel seine Intention. Das Ergebnis ist im Gemeindehaus der Auferstehungsgemeinde auf dem Schomberg zu sehen.








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