In Schlieben lockt der Moienmarkt

Der Schliebener Moienmarkt erinnert an die Zeit, als sich Mägde (Moien) und Knechte den potentiellen Herren präsentierten. Dazu wurde jährlich ein Markt veranstaltet. Das war vor über 400 Jahren. Aber noch heute gibt es in Erinnerung daran die Wahl der Moien. Mädchen aus Schlieben müssen dabei verschiedene hauswirtschaftliche Fertigkeiten unter Beweis stellen. Wer die Wahl gewinnt, vertritt den Ort ein Jahr lang bei Präsentationen u.ä. Anlässen.
Rund um den Moienmarkt wird in Schlieben gefeiert. In der Innenstadt ist ein Vergnügungspark aufgebaut. Buntes Markttreiben und Musik auf verschiedenen Bühnen gehören auch dazu.
Eine interessante Besonderheit des Schliebener Landes ist die Geschichte seines Weinanbaus. Erste Hinweise auf den Beginn dieser Tradition führen bis in das 13. Jahrhundert zurück. In jener Zeit, möglicherweise auch schon etwas früher, liegt der Ursprung des Anbaus sowie der Lagerung von Wein in dieser Region. Verantwortlich dafür waren Zisterzienser- Mönche aus Doberlug, die 1165 eine erste christliche Kapelle auf dem Langen Berg erbauten. In der weiteren Chronik des Schliebener Landes ist immer wieder von den Schliebener Weinbergen die Rede. Um 1510 begann man Weinkeller in den Lößboden des Langen Berges zu graben. Sie bildeten früher den Mittelpunkt des Moienmarktes. Von den einst 36 Gewölben sind noch heute 34 entlang der Kellerstraße erhalten geblieben, eine Einzigartigkeit im gesamten norddeutschen Raum. Auch sie sind am kommenden Wochenende für Besucher geöffnet. Und natürlich gibt es auch Schliebener Wein…

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