
Wenig Lärm um fast Nichts beim Wahlforum
Spremberg (mk). Rappelvoll ist Mittwochabend das Georgenberg-Hotel zum zweiten
und letzten Wahlforum mit den fünf Bürgermeisterkandidaten. Über den Köpfen der Besucher liegen Fragen in der Luft. Wer macht die beste Figur? Wer tritt in welches Fettnäpfchen? Wer verspricht was? Eine deutliche Antwort auf diese Fragen zu geben, fällt schwer – auch nach zweieinhalb Stunden zuhören und zuschauen. Viel Neues gibt es nicht zu erfahren. Wirtschaft? Auf diese Karte setzen alle. Braunkohle? Das sichert Arbeitsplätze, wissen alle. Braune Spree? Klar, da muss weiter auf den Tisch gehauen und mit den Füßen gestampft werden, erklären alle. Interessant sind die persönlichen Gründe zur Kandidatur. Der Name Hartmut Höhna fällt zweifach. Weil er antrat, haben sich auch Sabine Kucher und Dieter Freißler als Gegengewicht beworben, geben beide an. Hartmut Höhna zeigt sich stolz, Menschen zur Kandidatur ermuntert zu haben. Er selbst gibt an, das Wissen seiner Vorgänger mit in das
Bürgermeisteramt retten zu wollen. Besonders charmant tritt an dem Abend Jens-Uwe Winkler auf. Nachträglich zu ihrem Geburtstag bringt er seiner Konkurrentin Sabine Kucher Blumen mit. Gern gießt er auch der neben ihm stehenden Christine Herntier Wasser nach.
Wie diese erklärt er, von Bürgern der Stadt zur Kandidatur bewegt worden zu sein. Viele Nebenkriegsschauplätze bestimmten das Forum. Muss ein künftiger Bürgermeister ein Verwaltungsexperte sein? Muss er Erfahrungen in der Kommunalpolitik haben? Muss eine Partei hinter ihm stehen? „Wir suchen hier nicht den Parteimeister sondern den Bürgermeister“, erklärt Sabine Herntier keck. Auch die anderen Kandidaten tappen nicht in den Kompetenz-Frage-Fettnapf. Apropos Verwaltung. Zur Zukunft dieser hatten die Kandidaten unterschiedliche Ansichten. Weiter auf Seite 3








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