
Ein Haus fehlt, andere sind aufwändig saniert
Michael Kuhrt aus der Cottbuser G.-Moritz-Straße bringt es auf den Punkt: „Die Lösung war nicht ganz einfach zu finden, da das erste Gebäude links auf dem Foto nicht mehr steht. Hier blieb vermutlich eine Kriegslücke in der gutbürgerlichen Häuserzeile. Das zweite Haus links trägt die Nummer 46.
Darin befindet sich heute eine Rechtsanwaltkanzlei. Fast alle Häuser auf dieser Straßenseite sind aufwendig saniert worden.“
Jens Pumpa aus Cottbus, Rostocker Straße, ergänzt: „Rechts hinten im Bild sind die Eckhäuser an der heutigen Karl-Liebknecht-Straße mit ihren noch unversehrten Turmhauben zu bewundern.“
Der Cottbuser Jürgen Klingmüller mailt uns: „Bei der Aufnahme könnten auf den ersten Blick alle drei angebotenen Lösungen möglich sein. Richtig ist jedoch nur B. Zum Beweis meiner Behauptung habe ich ein Foto von heutiger Ansicht beigefügt. Das schöne Haus ganz links im Bild existiert nicht mehr. Aber die Häuser ab Hausnummer 46 gibt es alle noch. Nach der Wende wurden die meisten saniert. Eine Augenweide ist z.B. das Haus mit der Nr. 46 (Anwaltskanzlei Koslowski).“
Auch Susanne Haupt aus der Cottbuser Inselstraße meint: „Unverkennbar die Schillerstraße“. Sie fährt fort: „Das Pferdegespann im Hintergrund befindet sich an der Kreuzung Kaiser-Friedrich-Straße, heute Karl-Liebknecht-Straße. Dahinter wäre dann rechts das Theater.“
Gewohnt poesievoll analysiert Georg Müller aus Cottbus:
„Die Damals war’s-Orientierung führt wieder in einen Straßenzug in der Luckauer Vorstadt, wieder in die Schillerstraße, die einstige Weststraße, mit der typischen und seriositätsgeladenen, wertvollen architektonischen Fassadengestaltung des Jugendstils: Eigenheit der dem neuen Stadttheater nächstgelegenen Verbindung zwischen Berliner und Wilhelm-Külz-Straße. Im Rätselbild ist der westliche Abschnitt des südlichen Drittels dieser Bauerschließung aus der Zeit um die Wende zum 20. Jahrhundert zu sehen. Als herausragendes Beispiel ist das Mietwohnhaus Nr. 48 hier zu nennen. Die in beiden Richtungen anschließenden Häuser haben, wie der genannte Baukörper, ohne Detailabstriche ihre Fassaden- und Dachgestaltung beibehalten. Und das sei hier noch vermerkt: Der Gestaltungswettstreit mit dem Theater hat glücklicherweise erfolgreich über ein Jahrhundert standgehalten. In diesem Sinne: Einen frohen Advent.“
Auch Rüdiger Schreiber hat die Schillerstraße erkannt, erläutert aber: „Das Bild gibt uns eine Vorstellung, wie auch die Bahnhofstraße einmal beschaffen war, bevor sie in mehreren Schritten zur schmutzigen Schnellstraße wurde. Bäume, gepflegte Vorgärten und saubere Gehwege waren ihr Charakteristikum. Kann sein, es wird wieder so.“










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