Handel mit Salz, Wein und Obst / Anlegestellen bis zur Mündung der Lubst in die Neiße
Aus unserer Leserpost können wir wieder aus mehreren Zuschriften zitieren.
Christa Schellack schrieb uns: „Heute habe ich mich ganz besonders über das Altgubener Bild im Märkischen Boten gefreut. Es zeigt einige Häuser in der ‘Kahnbaustelle’. Unsere Familie wohnte nur wenig entfernt in der Crossener Straße gegenüber vom Kirschmarkt. Als Kinder spielten wir oft in der kleinen, ruhigen Straße, direkt an der Lubst. Das Haus auf der linken Seite gehörte der Familie Bänisch, sie hatte ein Bildergeschäft am Markt. Das war nach 1944 dann in der Frankfurter Straße, wo heute die Postsäule steht. In dem vorderen Haus auf der rechten Seite lebten die Eheleute Bacher, es waren die Urgroßeltern des Sängers Heinz-Rudolf Kunze. Das nächste Haus in Richtung Crossener Straße gehörte der Familie Berthold. Herr Berthold war Schuhmacher und stellte auch Pantoffeln und Hausschuhe zum Verkauf her.“
Horst Schwitzky ergänzte: „Diese Straße war eine verwinkelte Gasse zwischen ‘Schreibers Wiesen’ und ‘Kirschmarkt’. Schreibers Wiesen hieß später ‘Hindenburg-Platz’. Als Jugendliche waren wir vom ‘Kastanien-Graben’ und der ‘Werdermauer’ mit den Jugendlichen der ‘Kahnbaustelle’ nicht freundlich zueinander und führten gegeneinander natürlich unblutige Kämpfe.“
Und Dietrich Kühn begann seine Zuschrift mit einem Reim: „Hier baute man Kähne groß und klein, drum muss hier auch die Kahnbaustelle sein – sie befand sich am Crossener Tor zwische Hindenburgplatz und Kirschmarkt. Die Gubener Schifffahrt wurde 1211 erstmalig erwähnt, u.a. mit dem Transport von Salz, Obst und Wein.
Werner Koschack: „Von der Crossener Brücke/Kirschmarkt bis zur Mündung der Lubst in die Neiße erstreckte sich der Hafen und Umschlagplatz der Gubener Schifffahrt mit den Anlegestellen der Kähne.“









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