„Apollo“ bei Knie-Endoprothetik im Diakoniekrankenhaus.

Foto: DNWG/Renate Kulick-Aldag
Guben (MB). Zum ersten Mal stand im Gubener Diakoniekrankenhaus Naëmi Wilke ein hochpräziser Operationsroboter namens ApolloKnee® neben den Operateuren am OP-Tisch.
Das System unterstützt die Operateure bei der Implantation von Kniegelenkprothesen mit millimetergenauen Informationen, die über Kameras und Sensoren gewonnen werden. Erfahrene Fachärzte, in diesem Fall sind es Chefarzt Dr. medic Ruslan Netedu und Dr. Andreas Krainz, Leiter des Endoprothetik-Zentrums der Maximalversorgung, führen die Operation durch, wobei ihnen der Computer wichtige Daten liefert. Sobald das Gelenk freigelegt ist, kommt Apollo zum Einsatz. Mit Fixierschrauben befestigt der Chefarzt zwei Sensoren am Oberschenkel- und am Schienbeinknochen des Patienten. Dann beugt und streckt er das Bein.
So kann mit der robotergesteuerten Technik das Knie exakt vermessen werden und vor allem wird gemessen, wie sich die Bandspannung am Knie des Patienten verändert. Anhand dieser Daten erstellt der Computer ein virtuelles 3D Modell und berechnet millimetergenau, wo am Knochen gesägt werden muss – individuell passgenau für den Patienten.
Ein wenig Geduld ist nötig, bis alle Bereiche analysiert sind. Doch es lohnt sich. Apollo berechnet die perfekte Achse für den Patienten, entsprechend der natürlichen Spannung der Bänder. Das Ergebnis: eine hohe Stabilität des Knies. Die Patienten sind nach der Operation schneller wieder fit. Chefarzt Dr. medic Ruslan Netedu, der die erste Operation durchführte ist zufrieden: „Die Operation verlief sehr gut. Unser Team hat sich vorher intensiv vorbereitet und engagiert an der Schulung der Firma Corin teilgenommen. Mit der Assistenz des Roboters können wir noch genauer arbeiten, so dass das Gangefühl des Patienten nach der Operation wieder so ist, wie vor der Operation – allerdings dann ohne Schmerzen.“ „Der OP-Roboter simuliert die Belastungen, denen das Knie auch im Alltag ausgesetzt wäre und gibt so dem Operateur wichtige Hinweise“ ergänzt Andreas Mogwitz, Geschäftsführer des Krankenhauses. „Wir nutzen alle modernen technischen Möglichkeiten für ein optimales Operationsergebnis, es ist gut, dass auch den Patienten in der Lausitz und der erweiterten Region diese Methodik jetzt zur Verfügung steht.“
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