
Als Wohn- und Tourismusort immer attraktiver / Fastnacht am 14.3.:
Raddusch (mk). Das Spreewalddorf will Erholungsort werden. Die Slawenburg, der Ruhe ausstrahlende Naturhafen, die Heimatstube, das wohl kleinste Museum Deutschlands und die vom Heimat- und Trachtenverein gepflegten Traditionen sorgen für Tausende Übernachtungs- und Tagesgäste jährlich. Grund sind Jahr für Jahr neue Visionen, die hier von Emsigen umgesetzt werden wie der historische Rundweg, der die Dorfgeschichte sichtbar macht. An 15 Gebäuden und Plätzen zeigen Schautafeln die historischen Hintergründe. Fundiert und heiter zugleich führt Ortschronist Manfred Kliche die Gäste. Erst im vergangenen Jahr wurde der 13 einhalb Kilometer lange Moorlehrpfad eröffnet. Ein wenig Mystik und Entdeckertum gehört zum Charakter des Weges der sieben Moore. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann sich auch per Handy führen lassen.
Auf dem Weg zum Erholungsort hat sich der Tourismusverein Raddusch neue Projekte vorgenommen. So soll noch in diesem Jahr zwischen der L49 und dem Bahnhof, wo stündlich Züge aus Cottbus und Berlin halten, eine Kunstmeile entstehen. Zwischen Bäumen am Radweg wird ein Skulpturenpark für einen einzigartigen ersten Eindruck sorgen. Auch Freiluftateliers sind im kommenden Jahr angedacht. Noch Vision ist die Idee einer Spreewaldbühne. In Zusammenhang mit dem Kunstdorf Raddusch könnte am Schwarzen Berg, wo die Osterfeuer-Tradition gepflegt wird, eine Naturbühne geschaffen werden. Eine Bühne mit weitem Blick über Spreewaldwiesen, mit Kahnhalt und einem Bahnhof, der nur zehn Gehminuten entfernt liegt. Für die Theater-Idee sucht der Vereinsvorsitzende Peter Becker noch Investoren. Gleiches gilt für ein weiteres Projekt: Der „Libellenpfad“ soll ein kleiner Rundweg vom Hafen aus zu einer neuen Holzbrücke hinter dem Pumpwerk sein, wo bis in die 70er-Jahre die Schroschkoabrücke (Dükerbrücke) stand. Zahlreiche Vogelarten wie Greife, Reiher, Enten und Singvögel, auch der Eisvogel können beobachtet werden.
Neben vielem Neuen ist der Ort aber auch stolz auf Altbewährtes. Am 14. März ab 15 Uhr wird wieder der große Fastnachtsumzug durch das Dorf tanzen.







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