
Gute Erinnerungen an ein stadtbildprägendes Gebäudeensemble:
Besonders zahlreich trafen diesmal Anrufe, Mails und Zuschriften ein. Die Cottbuser erinnern sich positiv an das Quartier Görlitzer Straße/Weinbergstraße.
Der Cottbuser Thomas Hanta schreibt: „1990 sind meine Eltern – ich war 5 Jahre alt – in die Weinbergstraße 7 gezogen, von wo wir im Mai 2007 wieder auszogen. Vom Balkon konnte man die KT4D-Straßenbahnen auf dem Stadtring beobachten und erraten, welche Linie gerade unterwegs war. Die Blöcke der Weinbergstraße sind zum Teil und die der Görlitzer Straße komplett abgerissen worden. Vielleicht wird hier ja mal eine Markthalle gebaut werden?! Hier könnten heimische Verkäufer ihre Produkte in einer wetterfreien Zone anbieten. Auf der Nordseite steht bereits das 7-Etagen-Haus der Knappschaft BAHN SEE.“ Und er fügt noch seine Vision hinzu: „Leider fehlen Cottbus Begrüßungsgebäude oder -merkmale, durch die Ankommende sich in eine Großstadt versetzt fühlen. Eine Idee wäre, wie schon erwähnt, der Markt mit Niveau. Eine weitere, ein Museum zu bauen, wo die Geschichte aller Bahnen (Eisen-, Park-, Straßen-, Spreewaldbahn und die Cottbus-Schwielochsee-Eisenbahn) dargestellt würde, aber auch die Textil- und die Braunkohleindustrie sowie der Gartenbau (Pückler).“
Mit „miau“ bemerkt „die kleine Faltohrkatze“ Elli: „2008 haben die 1988 noch heiß begehrten Wohnungen in den elfgeschossigen Plattenbauten längst nicht mehr existiert. Dieser Anblick stand für eine lebendige Stadt mit tausenden Arbeitsplätzen. Im Vergleich zu 1968 zeigt dieses Foto die Schaffenskraft der Bürger der DDR. Damals hatte Cottbus real weit über 130 000 Einwohner. Vor allem wegen der Vernichtung von 90 Prozent aller Arbeitsplätze hätte Cottbus heute ohne die Eingemeindungen nicht mal mehr 75 000 Einwohner – also so viel, wie um 1968.“
Renate Brinke aus der Hagenwerderstraße freut sich: „Hallo, lieber Bote, endlich mal ein Bild, das ich gut einordnen kann. An die Ladenketten auf beiden Seite des Stadtringes habe ich gute Erinnerungen, da mein Arbeitsplatz in der Nähe war: Parfümerie, Spielzeug, Bekleidung, Kaufhalle, Schmuck und sogar ein Laden der BHG mit Dingen für den Garten. Ein schönes Bild aus vergangener Zeit.“ Auch an die aufwändig begrünten Vordächer im BuGa-Jahr erinnern Leser. Da hat der Abriss wohl in manche Herzen getroffen…
Gewonnen hat heute Andreas Lahr aus der Hüfnerstraße.
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