Kein Geld ist eine Lösung

kommentar_j_heinrich Wir sind finanziell am Ende. Das sagen – Gottlob – wieder seltener gestrandete Wirtschaftsunternehmen, dafür aber unverblümter denn je die Städte. Viele deutsche Städte und auch die großen kreisfreien im Lande Brandenburg. Sie haben sich jetzt zum Chor vereint und lassen ihre Oberbürgermeister auf die Landesregierung schimpfen.
Natürlich hat das seine Berechtigung, denn die von den Kommunen eingeforderten Sozialleistungen haben sich die Städte nicht selbst aufgebürdet. Sie sind Folgen verfehlter Bundespolitik und belasten die Städte weit über Gebühr.
Aber das ist nur ein Teil der Wahrheit. Der andere beschreibt die realen Möglichkeiten vor Ort. Nicht alle Ausgaben der Städte sind in diesen Zeiten knapper Kassen erklärbar. Die Intention der meisten Abgeordneten, den gegenwärtigen Zustand in voller Breite gesundschrumpfen zu lassen, führt aber in unerträgliche Verhältnisse. Da ein Tausender weg und dort zwei Tausender und da und dort ein bisschen knausern… Das hat nichts mit Konzept und schon gar nichts mit Führungsstil zu tun. So gibt es in den sogenannten „freiwilligen“ Bereichen bald gar keine Stärken, sondern nur noch Schwächen, kränkelnde Sorgenkinder.
Die Städte müssen also ihr Profil schärfen. Gute Dinge, besonders solche, die mit Kindern, Jugend und Bildung zu tun haben, gilt es auch durch klare finanzielle Bekenntnisse zu stärken. Anderes, die liebgewordenen Eitelkeiten, müssen ersatzlos wegfallen. Nur Mut!
Leider haben die schädlichen „Konjunkturprogramme“ der letzten Monate solchen Vernunftsprinzipien frontal entgegen gewirkt. Aber irgendwann muss „kein Geld“ die Lösung für gesunde Städte sein. JH